Eishockey-Oberliga Rebels bringen den Tabellenführer ins Schwitzen
Die Degerlocher müssen sich beim 1:4 in Selb nach einem starken Auftritt erst im letzten Drittel beugen. Zwei Spieler der Begegnung erhalten Lob für „außergewöhnliche Leistungen“.
Die Degerlocher müssen sich beim 1:4 in Selb nach einem starken Auftritt erst im letzten Drittel beugen. Zwei Spieler der Begegnung erhalten Lob für „außergewöhnliche Leistungen“.
Nächste Niederlage zwar – diesmal aber kein Frust, sondern Lob für eine ermutigende Leistung. Auch wenn die Stuttgart Rebels mit einem 1:4 am Sonntagabend die Heimreise aus Oberfranken antreten mussten, im Spiel beim Oberliga-Spitzenreiter Selber Löwen verkauften sich die Eishockey-Cracks aus Degerloch teuer. Und sie hätten mehr verdient gehabt. Der hoch favorisierte Gegner, der vor rund 1900 Zuschauern keinen guten Abend erwischte, musste bis zum Schluss kämpfen, um gegen nie aufsteckende Stuttgarter Gäste seine weiße Weste auf heimischem Eis zu wahren. Am Ende war es der Youngster Philip Rubin, der mit seinem zweiten Hattrick in dieser Saison die Wölfe zum Sieg führte.
Den besseren Start hatten jedoch die Rebels, die mit nur 14 Feldspielern angereist waren. So standen diesmal unter anderen die Förderlizenzspieler der Jungadler Mannheim nicht zur Verfügung. In der sechsten Minute überwand Daniel Pronin den Selber Keeper Michel Weidekamp aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung. Die Wölfe fanden zwar weiterhin nicht zum Spiel, waren viel zu ungenau im Passspiel, trotzdem gelang ihnen noch im ersten Drittel der Ausgleich. Rubin schob den Puck durch die Beine von Rebels-Keeper Nick Vieregge. Hernach verpasste Dane Montgomery die neuerliche Rebels-Führung, als er mit seinem Abschluss am stark reagierenden Weidekamp scheiterte. „Beide Torhüter haben außergewöhnlich gute Leistungen gezeigt“, sagt der Rebels-Geschäftsführer Roland Schmid.
Das zweite Drittel blieb torlos, auch weil Jannik Herm im Eins-gegen-Eins mit Weidekamp den Kürzeren zog. Danach hatten die Gastgeber ihre beste Phase und erspielten sich einige Chancen. Die aussichtsreichste parierte Vieregge überragend, als er den Schuss von Rubin aus kurzer Distanz entschärfte. Im letzten Drittel sorgte eben jener Rubin dann aber für die Entscheidung, indem ihm ein Doppelpack zum 1:3 aus Rebels-Sicht gelang. Den Schlusspunkt setzte Lois Spitzner. Damit waren die Gastgeber bei sieben Schüssen dreimal erfolgreich, die Rebels brachten den Puck bei acht Versuchen kein weiteres Mal im Tor unter. „Wir sind stolz auf die Jungs und können ihnen keinen Vorwurf machen“, sagt Schmid, der einzig mit dem Chancenwucher haderte. „Wir hatten einfach nicht das Scheibenglück.“
In der Tabelle rangieren die Rebels nun auf dem zwölften Platz. Das nächste Spiel bestreiten sie am Freitag, 20 Uhr, in der Eiswelt auf der Waldau. Gast wird der siebtplatzierte EV Lindau Islanders sein.
Tore
0:1 Pronin (5:35), 1:1 Rubin (15:40), 2:1 Rubin (48:38), 3:1 Rubin (51:20), 4:1 Spitzner (54:57)
Strafzeiten
zwei Minuten Selb/zwei Minuten Stuttgart
Zuschauer 1879