Eishockey-Oberliga: Stuttgart Rebels Dramatik pur – Rebels-Sieg nach Penaltyschießen

Rebels-Kapitän Matthew Pistilli (links) traf als einziger im Penaltyschießen Foto: Günter Bergmann

Nach elf Niederlagen gelingt dem Eishockey-Oberligisten Stuttgart Rebels erstmals wieder ein Sieg.

Zweites Spiel nach der Deutschland-Pokal-Pause und zweites Endresultat nach Penaltyschießen – dieses Mal aber mit dem besseren Ende für die Stuttgart Rebels. Verlor der Oberligist sein Heimspiel gegen Bayreuth noch durch die knappste aller möglichen Entscheidungen im Eishockey, so siegte er am Mittwochabend beim Höchstadter EC auf den letzten Drücker mit 7:6 (1:2, 3:2, 2:2, 0:0, 1:0). Matthew Pistilli gelang beim finalen Showdown der einzige Rebels-Penalty-Treffer, während Jonas Gähr alle drei Versuche des Gegners parierte. „Es war ein Spiel mit Höhen und Tiefen, aber am Ende steht endlich wieder ein Sieg“, sagt der Stuttgarter Coach Jan Melichar. Das sei das Wichtigste nach zuvor elf Niederlagen in Folge.

 

Dabei hätten es auch drei anstatt der nun zwei Zähler werden können. Fünf Minuten vor Schluss besorgte die Leihgabe aus Freiburg, Lennart Otten, nämlich das 6:4 für die Degerlocher. Zuvor hatten Daniel Pronin (2), Jannik Herm, Viktor Buchner und Pistilli für die Rebels eingenetzt. Daraufhin nahmen die Höchstädter zweimal ihren Torhüter vom Eis – mit Erfolg. Bis zur Schlusssirene gelang ihnen noch der Ausgleich. Melichar sieht dies gelassen. Ein Sieg sei ein Sieg, sagt der Trainer, zumal sein Team eine unheimliche Moral bewiesen habe. Er meint damit: Nach einem 1:3- und dann einem 3:4-Rückstand hatte die Mannschaft nicht aufgegeben, sondern weiter an sich geglaubt. Das mache Mut für die kommenden Aufgaben.

Freilich, Melichar weiß auch, dass bestimmte Dinge einmal mehr nicht passten. Zum Beispiel das Unterzahlspiel. Neben den beiden Abschlussgegentoren kassierten die Stuttgarter weitere zwei Treffer mit einem Feldspieler weniger auf dem Eis. Die Arbeit der Unterzahlformation müsse verbessert und zusätzlich weniger Strafzeiten kassiert werden. Am besten gleich an diesem Freitag, wenn es zum Spitzenreiter Deggendorf geht. Und ganz besonders, wenn am Sonntag (17.30 Uhr) die Heilbronner Falken zum Derby auf der Waldau zu Gast sein werden.

Statistik zum Spiel

Tore: 0:1 Pronin (5.), 1:1 Seewald (11.), 2:1 Rypar (19.), 3:1 Planics (21./Überzahl), 3:2 Buchner (35.), 3:3 Herm (36.), 4:3 Rypar (37./Überzahl), 4:4 Pronin (40.), 4:5 Pistilli (49./Überzahl), 4:6 Otten (55.), 5:6 Farode (57.), 6:6 Vojcak (59.). 6:7 Pistilli (Penaltyschießen).

Strafzeiten: Höchstadt 10 Minuten/Stuttgart 10 Minuten

Zuschauer: 510

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