Eishockey-Oberliga: Stuttgart Rebels Fata Morgana oder doch noch die große Aufholjagd?

David Makuzki hielt die Rebels mit seinem Kontertor im zweiten Drittel im Rennen. Foto: imago/Nordphoto/Hafner

Nach ihrer 3:5-Niederlage vom Freitagabend in Memmingen stehen die Rebels vor einer richtungsweisenden Woche. Einstweilen sammelt der Tabellenletzte Lob von gleich zwei Trainern.

Lokalsport : Franz Stettmer (frs)

Niederlage Nummer fünf in Serie – aber ein diesmal „sehr zufriedener“ Trainer. Es kommt eben immer auf das Wie und die Umstände an. So war von vornherein klar gewesen, dass für die Eishockey-Cracks der Stuttgart Rebels beim nun Tabellenzweiten Memmingen Indians kaum etwas zu holen sein wird, doch verkauften die Degerlocher sich bei ihrer 3:5-Auswärtsniederlage (0:1, 2:2, 1:2) am Freitagabend teuer. Auch ohne Punkte stellt die gezeigte Leistung einen Mutmacher für die nun anstehende Schlüsselphase der Saison dar.

 

Wird die nach wie vor erhoffte Qualifikation für die Pre-Play-off-Runde vollends zur Fata Morgana? Oder kann den Rebels im Tabellenkeller der Oberliga tatsächlich noch die große Aufholjagd gelingen? Dies dürfte sich innerhalb der nächsten Woche weisen. Deren Hardcore-Programm umfasst vier Spiele innerhalb von nur acht Tagen. Auftakt am morgigen Sonntag (17.30 Uhr) zuhause gegen den Höchstadter EC, dann am Dienstag in Lindau, am Freitag erneut auf der Waldau gegen Bayreuth, ehe es wiederum am Sonntag nach Peiting geht. Die drei letztgenannten Gegner entstammen ebenfalls der unteren Hälfte des Klassements. Auch für sie gilt Platz zehn als Orientierungsmarke. Der Rebels-Rückstand dorthin beträgt unverändert mächtige 13 Zähler.

Einstweilen gelang es dem Stuttgarter Schlusslicht zwar nicht, gegen den Favoriten Memmingen die Überraschung aus der vergangenen Saison zu wiederholen. Seinerzeit hatten die Rebels an selber Stätte durch ein 4:5 nach Verlängerung immerhin einen Punkt mitgenommen. Aber „die Jungs haben sich gegen eine Topmannschaft der Liga 60 Minuten lang nicht aufgegeben“, lobte der Coach Jan Melichar nach dem aktuellen Auftritt. „Am Schluss haben lediglich ein bisschen mehr Qualität und Erfahrung des Heimteams den Ausschlag gegeben.“ Anerkennende Worte auch von seinem Gegenüber Daniel Huhn. Jener konstatierte: „Stuttgart hat es uns sehr schwer gemacht.“

Der statistische Beleg: Bis zum Beginn des letzten Drittels, beim Stand von 2:3 aus Rebels-Sicht, war alles offen. Im Mittelabschnitt hielten Jannik Herm und David Makuzki die Gäste im Rennen – der eine mit einem Überzahltreffer, der andere mit einem Kontertor nach gegnerischem Puckverlust. Der K.o. kam erst bei schließlich eigener Unterzahl. Nach Zeitstrafen gegen Julian Wäser sowie Herm schlug der oberschwäbische Kontrahent vorentscheidend zu.

Statistik zum Spiel

Tore
1:0 Schubert (18.), 2:0 Dopatka (23.), 2:1 Herm (28.), 3:1 Meier (32.), 3:2 Makuzki (39.), 4:2 Spurgeon (41.), 5:2 Schäfer (45.), 5:3 Kirchhoff (56.)

Zeitstrafen
Memmingen zwölf Minuten / Stuttgart acht Minuten

Zuschauer
1745

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