Eishockey: Stuttgart Rebel Am Ende quälen sich die Spieler übers Eis
Die Stuttgart Rebels verlieren ihr Heimspiel in der Eishockey-Oberliga gegen die Selber Wölfe mit 4:7. Das nächste Spiel findet bereits an diesem Dienstag statt.
Die Stuttgart Rebels verlieren ihr Heimspiel in der Eishockey-Oberliga gegen die Selber Wölfe mit 4:7. Das nächste Spiel findet bereits an diesem Dienstag statt.
Es wäre mehr drin gewesen für die Stuttgart Rebels als die 4:7-Niederlage am Sonntag im Heimspiel der Eishockey-Oberliga gegen die Selber Wölfe. Doch am Ende ging den Spielern die Luft aus. „Die Belastung ist derzeit extrem hoch, wir haben uns am Ende übers Eis gequält“, sagt der Rebels-Geschäftsführer Roland Schmid. Wegen vieler verletzter Akteure und dem Fehlen der Förderlizenzspieler der Jungadler aus Mannheim konnten die Rebels vor 630 Zuschauern in der heimischen Eiswelt nicht einmal drei komplette Reihen aufbieten.
Dennoch: zwei Drittel waren die Gastgeber auf Augenhöhe mit den Oberfranken, die nicht gerade mit breiter Brust angereist waren. Nachdem der Zweitliga-Absteiger zunächst die Liga dominiert hatte, musste er zuletzt sechs Niederlagen nacheinander hinnehmen. Am Sonntag waren die Wölfe zwar zunächst optisch überlegen gewesen, es fehlten ihnen aber noch die klaren Torchancen. Auf der anderen Seite waren die Rebels bei ihren wenigen Kontermöglichkeiten immer brandgefährlich. Allerdings zeigte sich Michel Weidekamp im Selber Tor bestens aufgelegt und vereitelte die Chancen von Jack Bloem, Alex Blais, Dane Montgomery und Florian Renner. Und weil auch Nick Vieregge im Tor der Rebels einen guten Tag erwischt hatte, blieb das erste Drittel torlos.
Den Bann brach schließlich Niko Lahtinen mit dem 1:0 für die Gäste (23. Minute). Im Gegenzug hätte Blais fast den Ausgleich markiert, doch Weidekamp war auf dem Posten und vereitelte den nächsten Hochkaräter. Das 2:0 besorgte Christopher Schutz zwei Minuten später, ehe Wyatt Schingoethe in der 33. Minute in Überzahl den 1:2-Anschlusstreffer erzielte. Zuvor war Selbs Philip Rubin wegen eines Kniechecks zum Duschen geschickt worden und die Gäste damit fünf Minuten in Unterzahl auf dem Eis. Doch mehr als dieser eine Treffer war für die Rebels nicht drin – auch weil Daniel Pronin eine Großchance zum 2:2 ausgelassen hatte. Besser machten es die Wölfe, die kurz vor dem Drittelende auf 3:1 und 4:1 erhöhten.
Im finalen Abschnitt schien die Partie beim 6:2 – Janik Herm hatte das zwischenzeitliche 2:5 erzielt – gelaufen. Doch in Unterzahl kamen die Rebels durch Treffer von Jack Bloem und Schingoethe noch einmal auf 4:6 heran. „Das Momentum war auf unserer Seite“, sagte Schmid, zumal noch knapp sieben Minuten zu spielen waren. Doch das Wolfsrudel ließ sich nicht verunsichern und schlug in Person von Lahtinen noch einmal zurück. Der Finne stellte mit seinem vierten Treffer an diesem Abend den Endstand von 4:7 aus Sicht der Degerlocher her.
Bereits an diesem Dienstag steht für die Stuttgart Rebels die nächste Partie beim Spitzenreiter Memmingen Indians im Terminkalender.
Tore
0:1 Lathinen (22:12/Überzahl), 0:2 Schutz (24:11), 1:2 Schingoethe (33:00/Überzahl), 1:3 Tabert (37:13), 1:4 Lathinen (38:44); 1:5 Lathinen (41:43), 2:5 Herm (46:08), 2:6 Schuler (48:21), 3:6 Bloem (52:42/Unterzahl), 4:6 Schingoethe (53:09/Unterzahl), 4:7 Lahtinen (54:34)
Strafen
Stuttgart 12 Minuten/Selb 11 Minuten
Besonderes Ausschluss von Selbs Philip Rubin wegen eines Kniechecks (28:52)