Eishockey: Stuttgart Rebels Abbruch – der Eismeister rammt die Bande
Die Stuttgart Rebels führen im Oberliga-Spiel bei den Höchstadt Alligators nach dem ersten Drittel mit 1:0. Dann wird das Spiel wegen eines Unfalls mit der Eismaschine abgebrochen.
Die Stuttgart Rebels führen im Oberliga-Spiel bei den Höchstadt Alligators nach dem ersten Drittel mit 1:0. Dann wird das Spiel wegen eines Unfalls mit der Eismaschine abgebrochen.
Der Ausflug zu den Höchstadt Alligators hat sich für die Eishockey-Cracks der Stuttgart Rebels am vergangenen Sonntag nicht gelohnt. Und das nicht etwa, weil am Ende keine Punkte auf dem Habenkonto verbucht werden konnten. Vielmehr musste die Begegnung in der Oberliga Süd beim Tabellenletzten, der allerdings erst 13 Spiele absolviert hat und damit drei respektive vier weniger als die Konkurrenz, nach dem ersten Drittel abgebrochen werden. Der Grund: ein Malheur des dortigen Eismeisters. Der hatte in der Pause mit seiner Eismaschine beim Verlassen der Eisfläche unglücklich die Bande an der Tür gestreift, wodurch eine Glasscheibe zerbrach. Weil es für diese keinen adäquaten Ersatz gab, der die Sicherheit der Spieler gewährleisten konnte, brachen die Unparteiischen Markus Wohlgemuth und Robert Ruhnau die Partie ab. „Vermutlich wird das Spiel nachgeholt“, sagt der Rebels-Geschäftsführer Roland Schmid. „Alle Beteiligten befinden sich im engen Austausch mit dem Deutschen Eishockey-Bund, um das weitere Vorgehen zu klären.“
Bis zum Spielabbruch hatten sich die Rebels, nachdem die Partie mit einem Chancenplus der Gastgeber begonnen hatte, als spielbestimmende Mannschaft hervorgetan, die sich auch die besseren Tormöglichkeiten erarbeitete. Nach der heftigen 2:10-Heimniederlage gegen den zweitplatzierten Deggendorfer SC am Freitagabend zuvor war klar zu erkennen, dass die Rebels die Auswärtspunkte mit nach Degerloch nehmen wollten.
Und ihr Engagement wurde auch belohnt. Nachdem Höchstadts Tyler Cron wegen Stockschlags auf die Bank musste und kurz darauf von seinem Mitspieler Petr Gulda wegen Hakens dort Gesellschaft erhielt, nahm Rebels-Cheftrainer Jan Melichar ein Time-out, um seine Mannschaft neu einzustellen. Die Auszeit verfehlte ihre Wirkung nicht. Kapitän Dane Montgomery nutzte die 5:3-Überzahl nach Vorarbeit von Wyatt Schingoethe und Alex Blais perfekt und traf zum 1:0 aus Sicht der Gäste. 58 Sekunden später war das Drittel zu Ende, keine Stundenumdrehung später die Partie.
Sein Debüt in der Startformation der Rebels hatte sich vor allem Jack Bloem anders vorgestellt. Der Neuzugang hatte in der vergangenen Saison selbst noch bei den Höchstadt Alligators gespielt, ehe der 27-Jährige zu Beginn dieser Runde zu den Füchen Duisburg gewechselt war, bei denen er in 14 Spielen die zweite Sturmreihe anführte.