Der Eishockey-Oberligist Stuttgart Rebels verliert sein Heimspiel gegen die Lindau Islanders mit 2:5.

Geplant war das Überholmanöver, letztlich hat sich der Abstand aber vergrößert; genauer gesagt auf vier Zähler. Die Stuttgart Rebels verloren am Freitagabend ihr Heimspiel vor 709 Zuschauer gegen den nun Ex-Tabellennachbarn Lindau Islanders mit 2:5 und bleiben weiterhin auf dem neunten Platz. Derweil ist die unendliche Geschichte um die Einbürgerung dreier Rebels-Akteure zumindest für einen zu Ende gegangen. Stürmer Reagan Poncelet hat den deutschen Pass und die Spielerlaubnis vom Verband während der Woche erhalten, durfte nach vielen Monaten des Trainings gegen Lindau erstmals im Ligabetrieb ran.

 

Im Duell mit dem Team vom Bodensee um ihren starken Stuttgarter Ex-Torhüter Keanu Salmik zogen die Gastgeber verdient den Kürzeren – nach dem ersten Drittel führten sie durch die Treffer von Nico Geidl und Jayden Lammel mit 2:1. „Ein enges Spiel, doch Lindau war um die entscheidenden Kleinigkeiten besser“, sagt denn auch der Sportliche Leiter und Stürmer Matt Pistilli, der im Vergleich zu Poncelet ebenso wie Matteas Derraugh weiterhin auf die Zustellungen seines Dokuments warten muss.

Neben Poncelet stand auch Nico Geidl nach sechswöchiger Verletzungspause erstmals wieder auf dem Eis, von den Jungadlern Mannheim kamen inklusive Torhüter Kimi Saffran vier Spieler zur Unterstützung. Bedeutete, eine mit 19 Feldspielern – zuletzt waren es häufig nur 13 – sehr gut gefüllt Rebels-Bank. So gut, dass die Degerlocher mit vier Reihen agieren konnten. Eigentlich ein Vorteil, im Stuttgarter Fall aber ein Nachteil und für Pistilli letztlich auch mit „ein Grund, warum das Heimspiel verloren ging“.

Hört sich komisch an, doch der Sportliche Leiter klärt auf: „Die Spieler müssen sich ob des größeren Aufgebots erst an andere Wechselzeiten gewöhnen, standen viel zu lange auf dem Eis. Anstatt 30 bis 40 Sekunden und Kräfte zu sparen, waren sie, wie bislang häufig üblich, bis zu 90 Sekunden drauf, was sie müde machte und letztlich das Spiel an der mangelnden Schnelligkeit gehindert hat“, so Pistilli. Darüber hinaus hätte Lindau entscheidende Dinge wie Bullys meist für sich entschieden. Und sie waren im Abschluss kaltschnäuziger – Chancen gab es nämlich hüben wie drüben genügend. Wobei: Einmal mehr überzeugten die Gäste durch eine starke Defensivarbeit. Inklusive der Stuttgart-Partie haben die Islanders in drei Partien lediglich fünf Gegentore kassiert.

Bleibt noch die Frage nach Poncelets Einstand? Der sei gut gewesen, so Pistilli. Seine Qualitäten als Allrounder werde die Rebels noch weiterbringen, wobei er „natürlich noch Spielpraxis braucht“.

Weiter geht es für die Stuttgart Rebels an diesem Sonntag mit der Partie beim Tabellennachbarn EC Peiting.

Statistik zum Spiel

Tore: 1:0 Pronin (2:01), 1:1 Wucher (4:18), 2:1 Lammel (13:36), 2:2 Schneider (25:08). 2:3 Sivic (27:45), 2:4 Elo (56:55/Überzahl), 2:5 Jezovsek (59:51/Empty Net).

Strafzeiten: Stuttgart 8 Minuten/Lindau 6 Minuten

Zuschauer: 709