Eishockey: Stuttgart Rebels Der nächste Sieg in der Overtime
Die Stuttgart Rebels gewinnen am Freitagabend gegen die Erding Gladiators mit 6:5 nach Verlängerung. Der junge Goalie Kimi Saffran leitet abgezockt das Siegtor ein.
Die Stuttgart Rebels gewinnen am Freitagabend gegen die Erding Gladiators mit 6:5 nach Verlängerung. Der junge Goalie Kimi Saffran leitet abgezockt das Siegtor ein.
Der Ausflug nach Erding hat sich am Freitagabend für die Stuttgart Rebels gelohnt. Das Team um den diesmal überragenden Torhüter Kimi Saffran – Nick Vieregge war krankheitsbedingt gar nicht mitgefahren – gewann beim Ligaschlusslicht Erding Gladiators mit 6:5 nach Verlängerung. Den entscheidenden Treffer in der Overtime erzielte nach 3:45 Minuten Daniel Pronin. Eingeleitet hatte das Siegtor Saffran, der den Puck schnell freigegeben und die Gegner damit überrumpelt hatte. „Für einen 18-Jährigen war das total abgezockt“, sagt Roland Schmid, der Rebels-Geschäftsführer.
Dass die Gastgeber deutlich besser sind als es ihr momentaner Tabellenplatz vermuten lässt, wurde am Freitagabend schnell klar. 16 Schüsse feuerten sie im ersten Drittel aufs Tor der Rebels ab, die Gäste kamen gerade einmal auf sechs Abschlüsse. Dennoch stand es nach Treffern von Rebels-Spieler Jannik Dornberger, für den es das erste Profi-Tor war, und Thomas Matheson nach dem ersten Drittel 1:1. Auch im zweiten Abschnitt machten die Erdinger gewaltig Druck (21:11 Abschlüsse). Doch die Degerlocher hielten kämpferisch erfolgreich dagegen und gingen dank der Tore von Jannik Herm und Wyatt Schingoethe mit 3:1 in Führung (26. Minute). Nach dem Anschlusstreffer der Erdinger und einem Ellenbogencheck von Markus Eberhardt, versäumten es die Gäste indes in dem fünf minütigen Powerplay ihren Vorsprung weiter auszubauen. „Das ist eigentlich der einzige Kritikpunkt“, sagt Schmid, der ansonsten voll des Lobes war: „Das war ein super Eishockeyspiel.“
Im finalen Viertel mussten die Degerlocher, die erneut mit einer sehr kurzen Bank angetreten waren, auch noch verletzungsbedingt auf Florian Renner verzichten. Dennoch waren es zunächst die Rebels, die vor 930 Zuschauern ein weiteres Mal jubeln durften: Schingoethe hatte das 4:2 erzielt, ehe Grady Hobbs und Maximilian Forster für die Erdinger trafen – 4:4. Auch der erneute 5:4-Führungstreffer von Alex Blais wurde noch einmal egalisiert (58:31). Das Ende in der Overtime ist bekannt. „Das war ein verdienter Sieg von uns. Wir waren extrem effizient“, sagte Schmid. So standen den 26 Schüssen der Rebels aufs gegnerische Tor, 59 der Erdinger aufs Rebels-Tor gegenüber.
Mit dem Sieg belegen die Degerlocher aktuell den starken siebten Platz. Am Sonntag empfangen sie um 17.30 Uhr in der Stuttgarter Eiswelt die sechstplatzierten Tigers aus Bayreuth.
Tore
0:1 Dornberger (3:27), 1:1 Matheson (12:44), 1:2 Herm (23:04), 1:3 Schingoethe (25:03), 2:3 Miller (28:24), 2:4 Schingoethe (40:18), 3:4 Hobbs (42:27), 4:4 Forster (56:08), 4:5 Blais (56:30), 5:5 Ostwald (58:31), 5:6 Pronin (63:45)
Strafzeiten
Erding neun Minuten/Stuttgart zehn Minuten
Zuschauer 931