Eishockey: Stuttgart Rebels Ein Rebels-Neuzugang ist schon wieder weg

Erst im September geht es auf dem Eis wieder um Punkte. Aktuell stehen die Kaderplanungen im Vordergrund. Foto: Pressefoto Baumann

Der Eishockey-Oberligist Stuttgart Rebels löst den Vertrag mit einem weiteren kanadischen Akteur bereits wieder auf – notgedrungen.

Reporter: Torsten Streib (tos)

Seit mehr als drei Monaten bastelt Matthew Pistilli am Kader für die im September beginnende Oberliga-Saison. Der Sportliche Leiter und gleichzeitig auch Stürmer der Stuttgart Rebels hat in dieser Zeit unzählige Telefonate hinter sich gebracht. Viele verliefen positiv, manche weniger gut. Ganz mies indes war eines an diesem Freitag mit Elvis Gorontzy-Slack, nachdem die Gespräche zuvor mit diesem und seinem Berater erfreulich verliefen. Der 22-jährige Kanadier mit deutschem Pass, der bis Ende vergangenen Jahres torreich für die Nipissing University in der höchsten kanadischen Uni-Liga unterwegs war, es dann beim Regionalligisten Weserstars Bremen in zehn Spielen auf sieben Tore und 17 Assists brachte, unterschrieb erst während der Woche einen Vertrag auf der Waldau. Trotz der Zusage wird er jedoch in der kommenden Runde für die Rebels nicht auf Torejagd gehen – so der Inhalt des letzten Telefonats zwischen dem Stürmer und Pistilli. Grund: Der 22-Jährige hat sich verletzt.

 

Bei einem privaten Training auf dem Eis in Tschechien passierte es. „Er hat sich am Knie verletzt“, sagt Pistilli. Ein MRT in München brachte dann nichts Verheißungsvolles zum Vorschein. Mehrere Bänder seien gerissen, der 22-Jährige werde in den nächsten Tagen in der bayrischen Landeshauptstadt operiert und kehre dann erst mal in seine kanadische Heimat nach Edmonton zurück. Der Heilungsprozess dauere gut acht Monate, so der Sportliche Leiter, weshalb er kein Thema für die kommende Runde ist und sein Vertrag aufgelöst werde.

Bei einem weiteren Rebels-Zugang während der Woche gibt es indes im Nachhinein keine Hiobsbotschaft. Die Stuttgarter haben sich die Dienste von Toni Ritter gesichert. Der 35-Jährige bringt viel Erfahrung aus seiner Zeit bei diversen DEL-Clubs mit und war auch schon einige Zeit in Kanada auf dem Eis aktiv. Die vergangenen vier Spielzeiten lief er für seinen Heimatverein Lausitzer Füchse in der DEL 2 auf. Dort folgte der Umbruch: Der gelernte Stürmer verortete sich nach hinten, läuft seit drei Jahren als Verteidiger auf.„Toni ist eine großartige Verstärkung und ein zentraler Bestandteil unseres Projekts. Mit seiner Ruhe, Erfahrung und Führungsstärke wird er vor allem für unsere jungen Spieler ein wertvoller Mentor sein“, weiß Pistilli.

Derweil wird Pistilli auch weiterhin viele Telefonate führen. Möglicherweise auch mit Pechvogel Elvis Gorontzy-Slack. Aus den Augen möchten die Stuttgarter Verantwortlichen das Sturmtalent aus Übersee nämlich nicht verlieren. Frei nach dem Motto – sag niemals nie. Pistilli: „Wer weiß, vielleicht spielt er dann in der Saison 26/27 bei uns.

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