Der Stuttgarter Eishockey-Oberligist tritt als Einheit auf und siegt beim EC Peiting mit 3:2.
Wenn es in die Overtime geht, scheint die Sache klar: Dann können sich die Stuttgart Rebels des Sieges und Extra-Punkts sicher sein. So war es in der laufenden Saison immer. Kein Team der Eishockey-Oberliga ist in der Verlängerung bislang so souverän wie die Degerlocher. Am Sonntagabend musste dies auch der EC Peiting anerkennen. Vier Sekunden vor Ablauf der fünfminütigen Nachschlagzeit schlenzte Wyatt Schingoethe den Puck zum 3:2-Gästesieg in den Winkel. Es war der vierte Erfolg der Schwaben in der vierten Verlängerung.
Mehr noch: Der Sieg in Oberbayern zeigt auch die Entwicklung des Waldau-Teams. Längst vergessen der Saisonauftakt an gleicher Stätte, als die Rebels zwar motiviert antraten, dann aber mit 0:11 die Frustrationskeule folgte. Nun, nach dem aktuellen Sieg, steht man weiterhin auf dem neunten Tabellenplatz – drei Zähler vor den Peitingern. Entscheidend für den Erfolg „gegen eine ganz starke Mannschaft“, sagt Matt Pistilli, der Sportliche Leiter der Rebels, sei unter anderem ein sehr gut aufgelegter Schlussmann Nick Vieregge mit seinen Saves gewesen. Darüber hinaus hat sich laut Pistilli die gesamte Mannschaft anders präsentiert als bei der vorangegangenen Heimniederlage gegen Lindau (2:5): „Am Freitag haben wir zu individuell gespielt, in Peiting stand das Gemeinsame im Vordergrund, traten die Jungs als Einheit auf.“ Eine Eigenschaft, die besonders in der Abwehr gefragt war. Alle hätten in der Defensive einen super Job gemacht, sich in viele Schüsse geworfen und diese erfolgreich geblockt.
In der Offensive überzeugten die Rebels indes mit einer enormen Effizienz, hatten sie doch deutlich weniger Chancen als die Gastgeber um ihren neuen Trainer Landon Gare, der am Freitag mit einem 2:1-Sieg in Heilbronn einen glänzenden Einstand gefeiert hatte. In Drittel eins brachte Jannik Herm die Degerlocher in Führung, die sich im zweiten Durchgang vom Ausgleich durch John Mackinnon nicht aus der Ruhe bringen ließen – 16 Sekunden später traf Nico Geidl in seinem zweiten Spiel nach sechswöchiger Verletzungspause zur erneuten Führung. Zwar glich Daniel Holzmann für Peiting erneut aus, doch die Overtime-Experten aus Stuttgart schlugen schließlich eiskalt zu.
Weiter geht es für die Rebels an diesem Freitag (20 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Füssen, am Sonntag treten die Stuttgarter beim Tabellennachbarn Passau an.
Statistik zum Spiel
Tore: 0:1 Herm (10:25), 1:1 Mackinnon (35:07), 1:2 Geidl (35:23), 2:2 Holzmann (52:28), 2:3 Schingoethe (64:56/Überzahl).
Strafzeiten: Peiting 10 Minuten/Stuttgart 18 Minuten
Zuschauer: 503