Degerloch - Im vorigen Jahr mussten die Verantwortlichen vom tus Stuttgart Eissport den Heiko-Fischer-Pokal inmitten der grassierenden Corona-Pandemie noch komplett absagen. Deshalb findet die dreitägige 30. Auflage des Eiskunstlauf-Wettbewerbs, der zu Ehren des 1989 im Alter von nur 29 Jahren an einer Herzmuskel-Entzündung verstorbenen Stuttgarter Olympia- und Weltmeisterschaftsteilnehmers ins Leben gerufen wurde, mit Verspätung an diesem Wochenende in der Eiswelt auf der Waldau statt.
Die 30. Auflage findet früher als sonst im Jahr statt
Im Vergleich mit den bisherigen Austragungen, die meist rund um den Geburtstag (25. Februar) des erfolgreichsten schwäbischen Einzel-Eiskunstläufers aller Zeiten ausgetragen wurden, mussten die Organisatoren diesmal mit dem Termin allerdings drei Wochen nach vorn gehen. Das Ganze aus zwei Gründen: „Zum einen sind Ende Februar Faschingsferien, da ist es bei uns immer schwierig, Eiszeiten zu bekommen. Zum anderen haben viele deutsche Verbände ihre Landesmeisterschaften der Jugend auf das geplante Wochenende gelegt. Das hätte uns ganz sicher einige Teilnehmer gekostet“, sagt Stephanie Brand, die Vorsitzende des tus-Eissport.
105 Teilnehmer starten in zehn verschiedenen Wettkämpfen
So werden aufgrund von rund zwei Dutzend kurzfristiger corona- und verletzungsbedingter Absagen von diesem Freitag an bis zum Sonntag etwa 105 Nachwuchssportlerinnen und Nachwuchssportler in zehn Wettkämpfen aufs Eis gehen. Ein Drittel der Teilnehmer kommt von den drei einheimischen Vereinen tus Stuttgart, TEC Waldau und Stuttgarter ERC. Die weiteren Eiskunstläuferinnen und Eiskunstläufer kommen aus weiteren baden-württembergischen Vereinen (Mannheim, Esslingen, Ulm), aus Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Berlin. Für internationales Flair sorgen die junge Tschechin Viktorie Krivova und die Schweizerin Mayuka Süess (beide Anfängerinnen Mädchen). „Wir hatten in der Vergangenheit auch schon Talente aus Lettland, Italien und Österreich mit dabei, aber dort sind im Moment viele Trainer bei den Olympischen Spielen gebunden, sodass sie auf eine Anreise verzichtet haben“, sagt Stephanie Brand.
Die Nachwuchs-Bundestrainerin sichtet die Talente
Geboten werden beim 30. Heiko-Fischer-Pokal Wettkämpfe unterschiedlicher Leistungsstufen – von den siebenjährigen Kufen-Kindern der Altersklasse U 8 bis hin zu den 20-jährigen Juniorinnen und Junioren, die zum Teil schon bei deutschen Nachwuchsmeisterschaften vordere Plätze belegt haben. „Für viele der Talente bietet diese Veranstaltung die Möglichkeit, sich mit guten Leistungen für die Landes- und Bundeskader zu empfehlen“, sagt Claudia Unger, die Cheftrainerin des TEC Waldau und baden-württembergische Landestrainerin. Zur Sichtung der Talente wird deshalb eigens auch die Nachwuchs-Bundestrainerin Ilona Schindler aus Erfurt anreisen.
Kein Eintritt für Zuschauer, es gilt die 2G-Regel
Für Zuschauer, die die Wettkämpfe vor Ort auf der Waldau anschauen wollen, gilt an diesem Wochenende bei kostenlosem Eintritt die 2G-Regel (geimpft oder genesen). Daneben überträgt der tus Stuttgart aber auch alle Wettbewerbe im Internet über die eigene Homepage (www.tus-eisport.de) und Youtube als Livestream.
Zeitplan
Freitag: 16 Uhr: Kunstläufer Jungs und Anfänger Jungs; 16.20 Uhr: Neulinge Paare Kurzprogramm; 17.30 Uhr: Neulinge Jungs Kurzprogramm; 18.10 Uhr: Junioren Kurzprogramm; 18.45 Uhr: Juniorinnen Kurzprogramm; Samstag: 10 Uhr: Kunstläuferinnen Mädchen; 11.40 Uhr Neulinge Paare Kür; 12 Uhr: Altersklasse U 8 Mädchen; 13.30 Uhr: Neulinge Mädchen Kurzprogramm; 17.25 Uhr: Neulinge Jungs Kür; 18.10 Uhr: Junioren Kür; 18.50 Uhr: Juniorinnen Kür; Sonntag: 8 Uhr: Neulinge Mädchen Kür; 13.15 Uhr Anfänger Mädchen.