Elektro-Tankstellen in Stuttgart Falschparker blockieren Ladestationen

Reserviert für Elektrofahrzeuge – aber das kümmert viele Autofahrer wenig. Foto: Michael Steinert
Reserviert für Elektrofahrzeuge – aber das kümmert viele Autofahrer wenig. Foto: Michael Steinert

Es ist ein Ärgernis für Besitzer von Elektroautos, die Strom tanken müssen: Immer häufiger blockieren Falschparker die Ladestationen. Die Stadt kontrolliert verstärkt. Die Zahl der Strafzettel fällt dieses Jahr wohl deutlich höher aus.

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Stuttgart - Der Fahrer des schwarzen Oberklassegefährts parkt direkt vor der Stromtankstelle in der Eberhard­straße ein. Der Hinweis „Nur für Elektrofahrzeuge“ kümmert ihn ganz offensichtlich nicht im Geringsten. „Die 251 E-Ladestationen an 462 Parkplätzen im ganzen Stadtgebiet werden immer stärker von Wagen mit konventionellen Motoren zugeparkt“, sagt Joachim Elser, der Leiter der städtischen Verkehrsüberwachung. Die weitaus meisten Verstöße gebe es in der Innenstadt. „Das Schild habe ich nicht gesehen“ oder „ich habe nur kurz gehalten“ lauteten die häufigsten Entschuldigungen ertappter Falschparker.

Im vergangenen Jahr haben die städtischen Kontrolleure bereits 4940 Strafzettel ausgestellt. In diesem Jahr dürfte die Zahl der Knöllchen, die bis zu 30 Euro kosten, erheblich höher ausfallen. „Bis Ende Juni gab es bereits 3900 Verwarnungen“, erklärt Elser. Wer verbotswidrig länger als drei Stunden vor einem Elektrotankstelle parke, werde abgeschleppt. „Wir haben Parksünder schon auf den Haken genommen“, betont Elser. Auch Fahrer eines Elektroautos, das dringend aufgeladen werden müsse, könnten die Räumung eines Stellplatzes vor einer Ladesäule fordern.

Die Plätze sind nur zum Aufladen, nicht zum Parken

Wegen des hohen Missbrauchs der E-Ladeplätze im vergangenen Jahr gebe es inzwischen mehr Kontrollen an den Ladestationen, heißt es im Ordnungsamt. Schließlich unterlaufe jeder Falschparker die angestrebte Wende zu einer mobilitätsgerechten Stadt. Weil Elektrofahrzeuge im Schnitt nur eine Reichweite bis 120 Kilometern hätten, seien die Fahrer dringend auf Auflademöglichkeiten angewiesen.

„An den Stationen dürfen aber auch strombetriebene Wagen nicht parken, sondern nur die Batterien aufladen“, stellt Elser klar. Darauf weise das Schild mit dem Hinweis „Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs“ deutlich hin.




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