Elektromobilität E-Autos in deutschen Großstädten: Stuttgart belegt Platz vier

Von red/dpa 

Im Vergleich aller deutschen Großstädte belegt die Landeshauptstadt Platz vier bei der Zulassung reiner Elektroautos. Nicht gezählt wurden hingegen Hybridfahrzeuge. Bei den Ladestationen hat sich bundesweit etwas getan.

Ende Juli gab es deutschlandweit mehr als 20 500 Ladepunkte für E-Autos. Foto: dpa
Ende Juli gab es deutschlandweit mehr als 20 500 Ladepunkte für E-Autos. Foto: dpa

Berlin/Stuttgart - Bei der Zulassung von reinen E-Autos in Großstädten liegt Stuttgart deutschlandweit an vierter Stelle. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. „Hauptstadt“ der reinen Stromer ist den jährlichen Bestandsdaten des Kraftfahrt-Bundesamts zufolge München mit 3122 E-Pkw zum Stichtag 1. Januar 2019. Es folgen Berlin mit 2713, Hamburg mit 2233 und Stuttgart mit 1590.

In Baden-Württemberg liegen hinter der Landeshauptstadt Karlsruhe (342), Freiburg (315) und Mannheim (263). Bundesweit waren 43 800 reine E-Autos privat zugelassen und 39 400 gewerblich. Bei Privatzulassungen liegt Berlin mit 952 vorn.

83 200 reine E-Autos in Deutschland

Nur ein Drittel der reinen E-Autos in Deutschland war in Großstädten zugelassen. Von insgesamt 83 200 Pkw mit ausschließlich elektrischem Antrieb hatten die Halter von 27 800 Wagen ihre Adresse in rund 80 Großstädten ab 100 000 Einwohnern - und 55 400 im sonstigen Bundesgebiet.

Nicht enthalten sind in den Zahlen die bundesweit rund 341 000 Hybrid-Fahrzeuge, die einen E-Antrieb mit einem Verbrennungsmotor kombinieren. Insgesamt gibt es rund 47 Millionen zugelassene Pkw.

Reine E-Autos gelten wegen der begrenzten Reichweite der Batterien und des dichteren Ladenetzes eher als Angebot für größere Städte. Allerdings wächst die Zahl öffentlich zugänglicher Stationen. Ende Juli gab es deutschlandweit mehr als 20 500 Ladepunkte, das waren knapp 52 Prozent mehr als vor einem Jahr. In Großstädten ist es auch generell schwieriger, E-Ladestellen an Mietshäusern zu installieren - an Einfamilienhäusern oder privaten Garagen geht das einfacher.

Deutlich mehr E-Fahrzeuge in den kommenden Jahren sind wichtig, um Klimaschutzziele zu erreichen. Eine Regierungskommission hatte als Ziel formuliert, dass dafür bis 2030 zehn Millionen Elektro-Pkw notwendig sind. Das Bundeskabinett hatte vor kurzem ein milliardenschweres Paket zur Förderung der E-Mobilität auf den Weg gebracht. Dazu zählt die Verlängerung eines Steuerprivilegs für Elektro-Dienstwagen.

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