Elektromobilität US-Regierung: 2030 soll Hälfte der Neuwagen elektrisch sein

Die E-Mobilitäts-Initiative soll den Weg ebnen, um die klimaschädlichen Abgase der Personenfahrzeuge bis 2030 deutlich zu senken. Foto: Jan Woitas/zb/dpa Foto: dpa
Die E-Mobilitäts-Initiative soll den Weg ebnen, um die klimaschädlichen Abgase der Personenfahrzeuge bis 2030 deutlich zu senken. Foto: Jan Woitas/zb/dpa

Auch in den USA sollen Benziner und Dieselfahrzeuge durch E-Autos ersetzt werden. Die Regierung Biden formuliert ehrgeizige Ziele.

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Washington - Nach einem neuen Ziel der US-Regierung soll die Hälfte aller in den Vereinigten Staaten verkauften Neuwagen ab 2030 elektrisch fahren.

Dazu gehören elektrische Autos, Fahrzeuge mit Hybridantrieb und Autos mit Wasserstoffantrieb, wie das Weiße Haus mitteilte. Präsident Joe Biden unterzeichnete am Donnerstagnachmittag (Ortszeit) eine entsprechende Verfügung.

Damit werde auch die Verschärfung der Verbrauch- und Abgasstandards eingeleitet, "um Verbrauchern Geld zu sparen, die Verschmutzung zu reduzieren" und den Klimawandel zu bekämpfen, erklärte das Weiße Haus. Das Verkehrsministerium werde dafür unter Ex-Präsident Donald Trump gelockerte Vorschriften verschärfen. Die Initiative werde den Weg ebnen, um die klimaschädlichen Abgase der Personenfahrzeuge bis 2030 im Vergleich zum vergangenen Jahr um 60 Prozent zu senken, hieß es.

"Wir stehen mit China und vielen anderen Nationen im Wettbewerb um das 21. Jahrhundert", sagte Biden. "Um zu gewinnen, müssen wir dafür sorgen, dass die Zukunft in Amerika gemacht wird." Diese sei in der Automobilindustrie elektrisch. "Die Frage ist nur, ob wir im Rennen um die Zukunft die Nase vorn haben oder zurückfallen."

Unterstützung von Autobauern

Die Autobauer Ford, General Motors und Stellantis erklärten in einer vom Weißen Haus verbreiteten gemeinsamen Stellungnahme, sie hofften, den Anteil der elektrischen Fahrzeuge bis 2030 auf einen Anteil von 40 bis 50 Prozent aller verkauften Autos zu steigern.

Die Hersteller BMW, Ford, Honda, Volvo und Volkswagen erklärten unter Bezug auf die bereits bestehenden Ziele des Bundesstaats Kalifornien ebenfalls ihre Unterstützung für die Initiative der Regierung. Um die Zukunft elektrischer Fahrzeuge dahingehend zu sichern, brauche es "mutiges Handeln", inklusive landesweiter und strikter Abgasnormen, Investitionen in die Infrastruktur zum Laden der Autos und Anreize für die Verbraucher, um sie zum Kauf der elektrischen Fahrzeuge zu bewegen, hieß es. Auch die große Autogewerkschaft UAW stellte sich hinter die Initiative.

Der US-Senat will in Kürze mit überparteilicher Mehrheit ein Infrastrukturpaket beschließen, das der Regierung zufolge auch 7,5 Milliarden Dollar (6,3 Milliarden Euro) für die Förderung von Ladestationen elektrischer Autos enthalten wird. Weitere 2,5 Milliarden Dollar sollen für elektrische Busse eingesetzt werden.

© dpa-infocom, dpa:210805-99-729406/3

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