Elektronische Gesundheitsakte Private und gesetzliche Krankenkassen planen App

Von red/dpa 

Private und gesetzliche Krankenkassen planen eine elektronische Gesundheitsakte ihrer Versicherten. Patienten sollen künftig über eine App Befunde, Laborwerte und Notfalldaten speichern und abrufen können.

Mehrere gesetzliche und private Krankenkassen wollen eine gemeinsame elektronische Gesundheitsakte starten. (Symbolbild) Foto: dpa
Mehrere gesetzliche und private Krankenkassen wollen eine gemeinsame elektronische Gesundheitsakte starten. (Symbolbild) Foto: dpa

Berlin - Mehrere gesetzliche und private Krankenkassen wollen eine gemeinsame elektronische Gesundheitsakte starten. Über eine App sollen Patienten etwa Befunde, Laborwerte und Notfalldaten speichern und abrufen können. Zu den Kassen gehören Allianz, DAK, Bahn BKK, IKK Classic, Barmenia, Gothaer und die Süddeutsche Krankenversicherung. Die Initiatoren wollen das Angebot am Dienstag in Berlin vorstellen.

Anbieten wollen die ersten Versicherungen die App namens „Vivy“ ab Juli. Patienten sollen sie kostenlos und freiwillig nutzen können. Das Angebot könnte den Angaben zufolge künftig bis zu 25 Millionen Versicherte erreichen.

Bundesregierung will bei Digitalisierung vorankommen

Nach jahrelangem Gezerre um zusätzliche Funktionen der elektronischen Gesundheitskarte will die Bundesregierung bei der Digitalisierung vorankommen. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, bis 2021 eine elektronische Patientenakte einzuführen. Die AOK und die Techniker Krankenkasse haben bereits eigene Angebote vorgestellt.