„ello“ räumt in der Höhle der Löwen ab Stuttgarter Start-up zieht gleich zwei Investoren an Land

Von Isabel Mayer 

Am Dienstagabend zeigte Vox, wie drei junge Unternehmer aus Stuttgart einen 400 000-Euro-Deal mit zwei Investoren aus der Sendung die „Höhle der Löwen“ abgeschlossen haben. Wie soll es nun für den E-Rollator namens „ello“ weitergehen?

Carsten Maschmeyer und Frank Thelen nehmen den „ello“ unter die Lupe. Foto: ello / eMovements GmbH 5 Bilder
Carsten Maschmeyer und Frank Thelen nehmen den „ello“ unter die Lupe. Foto: ello / eMovements GmbH

Stuttgart - Gleich drei Investoren wollten am Dienstag in Firmenanteile des Stuttgarter Unternehmens „ello“ investieren, als die Gründer Benjamin Rudolph, Max Keßler und Matthias Geertsema ihr Start-up am Dienstagabend in der Vox-Sendung „Die Höhle der Löwen“ präsentierten. Um einen finanzstarken Geldgeber für ihren elektrischen Rollator zu gewinnen, boten sie der fünfköpfigen Jury zehn Prozent ihres Unternehmens gegen eine Finanzspritze von 250 000 Euro an – und gingen mit weit mehr Geld nach Hause.

Unternehmer haben die Qual der Wahl

Der Finanzunternehmer Carsten Maschmeyerm der Medienmogul Georg Kofler und der Tech-Investor Frank Thelen, die in der Jury von „Die Höhle der Löwen“ sitzen, waren allesamt an einem Deal mit den Jungunternehmern aus Stuttgart interessiert. „Es war wirklich schwer, sich während des Drehs für einen der Investoren zu entscheiden“, sagt Benjamin Rudolph, der sich um das Marketing von „ello“ kümmert, unserer Zeitung. So wurde ein gemeinsamer Deal mit Maschmeyer und Kofler eingetütet: Für 350 000 Euro forderten die sogenannten „Löwen“ 30 Prozent des Start-ups.

„Mit dem Angebot tat ich mich am Anfang schwer“, sagt Rudolph, „andererseits wussten wir, dass ein Löwe mindestens 15 Prozent des Unternehmens beanspruchen würde. Sonst hätten wir den Deal vielleicht nicht bekommen.“ Also verhandelten die Gründer nach der Aufzeichnung der Sendung weiter. Mit Erfolg: Maschmeyer und Kofler erhöhten ihr Angebot um weitere 50 000 Euro. Im Gegenzug bekamen beide Investoren je 15 Prozent des Unternehmens. „Ich wäre froh gewesen, wenn meine Mutter in ihren letzten Lebensjahren so eine Alltagserleichterung zur Verfügung gehabt hätte“, sagte Maschmeyer in der Sendung.

E-Mobilität voran treiben

„Wir sind mit dem Deal zufrieden“, sagt Benjamin Rudolph. Das Geld werde in den Vertrieb und die Entwicklung der elektrischen Rollatoren gesteckt. Außerdem soll jetzt, da mehr „ellos“ hergestellt werden können, das Lager an der Stuttgarter Schwabstraße ausgebaut werden. Denn das Ziel der Gründer sind noch lange nicht erreicht: „Wir wollen den E-Rollator dauerhaft im Markt etablieren und langfrisitg eine neue Produktkategorie erschaffen“, sagt Rudolph. E-Bikes seien schließlich auch nicht über Nacht berühmt geworden.

Auch der Erfindergeist der jungen Männer schläft nicht: „Wir wollen noch mehr Produkte auf den Markt der E-Mobilität bringen“, sagt Rudolph. Vorerst kümmert er sich aber darum, dass seine Omas auch einen elektrischen Rollator bekommen. „Bisher war es finanziell einfach nicht möglich, ‚ellos’ auf Lager zu produzieren. Jetzt haben wir die nötigen Mittel. Dann bekommen meine Omas auch einen“, sagt der Enkel stolz.

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