Elon Musk, der Trauerredner Man in Black

Von Tomo Pavlovic 

Kleider machen Leute. Oder auch nicht. Um das herauszufinden, unterziehen wir den Kleidungsstil bekannter Persönlichkeiten einem Stresstest. Heute: Elon Musk, der kürzlich in Berlin seine Pläne für eine Giga-Fabrik zur Fertigung von Elektroautos vorgestellt hat.

Tesla-Chef Elon Musk bei der Verleihung des Goldenen Lenkrads in Berlin. Foto: dpa/Jörg Carstensen
Tesla-Chef Elon Musk bei der Verleihung des Goldenen Lenkrads in Berlin. Foto: dpa/Jörg Carstensen

Stuttgart - Will man bei einem Stammtisch mit Autofreunden in München, Wolfsburg oder Stuttgart die Stimmung heben, muss man nur diesen Namen nennen: Elon Musk. Der Tesla-Chef ist jener Mann, der unweit von Berlin Elektroautos bauen will, zumindest hat er das bei einem Besuch in der Hauptstadt zu Protokoll gegeben.

Bloß kein Schwarz!

Für viele Fans konventioneller Verbrennungsmotoren wirkte der Auftritt des 48-jährigen Unternehmers wie ein böses Omen, zumal die Wahl der Garderobe unmissverständlich war: Schwarz und Weiß. Elon Musk, der als einer der reichsten Menschen der Welt gilt und für nicht wenige ein Visionär in Sachen Mobilität ist, trug über dem schlichten Oberhemd einen schlichten Short Coat, einen Kurzmantel aus Wolle. Normalerweise trägt man bei einem wichtigen geschäftlichen Termin beinahe alle gedeckten Farben, bloß kein Schwarz. Selbst die Art des Obermaterials fällt kaum ins Gewicht. Elon Musk aber, der gewöhnlich seine Kleidung genau auf den Termin abstimmt und schon mal bei einer Vorstellung eines spektakulären Projekts vor der ganzen Welt im Baumfällerhemd wie ein Nerd auftritt, erschien in Berlin wie ein etwas zu früh angereister Trauergast. Wer zu Grabe getragen wird? Vielleicht die deutsche Autoindustrie.