Im Elsass brechen Diebe an Weihnachten beim Pfarrer ein und stehlen die Kollekte – und das ausgerechnet während der Christmette. Was war passiert?

Während der Christmette sind Diebe in einem Dorf im ostfranzösischen Elsass beim Pfarrer eingebrochen und haben die Kollekte gestohlen. „Ich gehe davon aus, dass die Einbrecher wussten, dass ich in der Kirche war. Die Uhrzeiten der Messen hingen aus“, sagte Pater Alain Riegert, der Pfarrer von Ammerschwihr bei Colmar, der Nachrichtenagentur AFP.

 

Der Priester hatte am Heiligabend um 18 Uhr eine Messe in seinem Dorf und danach noch eine Mitternachtsmesse in einem Nachbarort gefeiert. Bei der Rückkehr nach Ammerschwihr entdeckte er, dass die Tür des Pfarrhauses aufgebrochen war, wie zuerst die Lokalzeitung „L’Alsace“ berichtet hatte. Die Entdeckung sei für ihn „traumatisch“ gewesen, sagte der 59-Jährige.

Die Diebe ließen die Erlöse mehrerer Kollekten mitgehen. Die genaue Summe ist unklar, da Riegert das Geld noch nicht gezählt hatte. Zu Weihnachten komme aber immer viel Geld zusammen, sagte der Priester. Der Einbruch sei also „sorgfältig“ geplant worden. Die Polizei hat seinen Angaben zufolge Ermittlungen eingeleitet, aber noch keine heiße Spur.