Eltern-Kind-Zentrum im Stuttgarter Westen Zahnärzte spenden Goldgeld fürs Ekiz

Von Petra Mostbacher-Dix 

Hilfe für das in Not geratene Eltern-Kind-Zentrum im Stuttgarter Westen: Zahnärzte am Rosenberg spenden 12 478,34 Euro, erlöst aus Altgold.

Die Zahnärzte  Christoph Hopfensitz,  Rainer Sauter,   Dusan Spaic mit den Ekiz-Vertreterinnen  Jutta Ludmann, Elke Arenskrieger und  Petra Wenz (v. l.) Foto: Mostbacher-Dix
Die Zahnärzte Christoph Hopfensitz, Rainer Sauter, Dusan Spaic mit den Ekiz-Vertreterinnen Jutta Ludmann, Elke Arenskrieger und Petra Wenz (v. l.) Foto: Mostbacher-Dix

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as Motto ist Programm. „Aus Gold mach Geld – für einen gemeinnützigen Zweck“ war eine Spende überschrieben, die nun das Eltern-Kind-Zentrum Stuttgart-West (Ekiz) erhielt. „Wir fragen unsere Patientinnen und Patienten, ob sie ihre Inlays oder Kronen, die wir entfernen, behalten oder abgeben wollen“, so Rainer Sauter von den „Zahnärzten am Rosenberg“. „Und die sie nicht behalten oder spenden wollten, haben wir gesammelt. Man muss eine Menge beieinander haben, damit sich das Einschmelzen und Abscheiden der Legierung lohnt.“ In einigen Jahren kam so in der Zahnarztpraxis eine ganze Menge Edelmetall zusammen, die in bare Münze verwandelt werden konnte: Altgold, Silber, Platin und Palladium im Wert von genau 12 478,34 Euro. Diesen Betrag spendeten Sauter und seine Praxiskollegen an das Ekiz. Mit dabei: Mitglieder des Round Table Nr. 23, die ebenfalls die seit 15 Jahren bestehende Institution unterstützt. Dort werden 45 Kinder von null bis sechs Jahren betreut.

Aus der Zeitung erfuhren Sauter und seine Frau von dessen Schieflage: Das Leuchtturmprojekt für familiennahe Dienste stellte Anfang des Jahres einen Insolvenzantrag. Das Ehepaar ist Mitglied im Ekiz und entschied nach der Vereinsversammlung, das Goldgeld zu spenden. „Unsere Praxis besteht seit dem Jahr 1950, schon mein Vater hat immer wieder soziale Einrichtungen unterstützt“, so der Zahnarzt. „Und das Ekiz macht eine wichtige, wunderbare Arbeit, hier ist die Spende bestens aufgehoben.“ Diese sei zukunftgerichtet und zweckgebunden, um innovative Projekte anzustoßen, so Sauter.

Welche das sind, wissen Elke Arenskrieger, Mitglied der Ekiz-Geschäftsleitung, Jutta Ludmann vom Vorstand sowie Petra Wenz, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, bereits. „Wir wollen Bildungsinseln im Mini-Kindergarten schaffen“, so Arenskrieger. Im einstigen Second-Hand-Laden „Sterntaler“ werde die Spiel- und Betreuungsfläche um eine zweite pädagogische Ebene erweitert. Da soll es unter anderem um Sinneswahrnehmungen gehen. „Wichtig ist auch der Offene Treff für und mit Familien, wir haben montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet, da brauchen wir Manpower, jemand der die Gäste betreut.“ Arensberger und ihre Kolleginnen freuen sich über weitere Spenden für das Ekiz, das im Zuge des Insolvenzverfahrens saniert und restrukturiert werden soll.

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