EnBW und Stadt Was sich für die Heizungswende in Stuttgart bewegen muss

Ohne eine neue Art der Zusammenarbeit von EnBW und Stadt dürften innovative Wärmeprojekte am Neckar zäh werden. Foto: Archiv Lichtgut/Achim Zweygarth

Eine Studie attestiert dem Neckar ein hohes Wärmepotenzial. Das ist eine gute Nachricht. Doch neben innovativen Lösungen fürs Heizungsproblem braucht es in der Stadt auch etwas anderes, kommentiert unsere Autorin.

Klima & Nachhaltigkeit: Judith A. Sägesser (ana)

Zu den Problemen der Wärmeplanung gehört, dass heute niemand weiß, ob sie funktionieren wird. Ob es beispielsweise in Stuttgart tatsächlich gelingt, bis 2035 beim Heizen restlos aus den fossilen Energien auszusteigen, und ob der Weg, den die Stadt eingeschlagen hat, der richtige ist.

 

Da bis 2035 noch elf Jahre verbleiben, geht es aber nicht mehr nur um den richtigen Plan, sondern vor allem ums Loslegen. Die Stadt hat immer wieder betont, die kommunale Wärmeplanung sei ein atmendes Konstrukt, das regelmäßig überprüft und angepasst werden soll. Und wenn das eingehalten wird, ist an der Planung schon recht viel richtig. Denn auf der Strecke werden sich bestimmt neue Erkenntnisse ergeben, die im besten Fall schneller zum Ziel führen. Wie jetzt womöglich die Option mit dem Neckar.

Eine unveröffentlichte Studie der TU Braunschweig besagt, dass der Fluss die Heizung für weite Teile Stuttgarts sein könnte. Ganz unabhängig davon, ob der Neckar als große Heizquelle für Stuttgart taugt, so zeigt der Fall, was es jetzt braucht: dass Stadt und EnBW diese Wärmewende gemeinsam anpacken. Sonst dürften gerade am Neckar selbst innovative Ansätze ins Leere laufen.

Zurzeit eher ein Gegen- als in Miteinander

Ob in Wortmeldungen im Klimaausschuss des Gemeinderats, ob bei Gerichtsverhandlungen zum Streit übers Stuttgarter Fernwärmenetz, ob hinter vorgehaltener Hand: Zu dokumentieren ist derzeit eher ein Gegen- als ein Miteinander. Dabei kann es allen nützen, zur Zusammenarbeit zu finden. Weil die Energie dann in Projekte statt in Fehden geht.

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