Ende für 2021 geplant Berlin und Paris wollen das Kükenschreddern verbieten

Von red/dpa 

Schon seit geraumer Zeit steht das Massentöten männlicher Küken in der Kritik. Nun haben sich Deutschland und Frankreich auf ein Ende der Praxis geeinigt.

Männliche Küken werden aus wirtschaftlichen Gründen oft getötet. Foto: dpa/Bernd Wüstneck
Männliche Küken werden aus wirtschaftlichen Gründen oft getötet. Foto: dpa/Bernd Wüstneck

Berlin/Toulouse - Deutschland und Frankreich wollen beim geplanten Ausstieg aus dem umstrittenen Massentöten männlicher Küken gemeinsam vorgehen. Das vereinbarten Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) und ihr Kollege Didier Guillaume am Mittwoch am Rande des deutsch-französischen Ministerrats in Toulouse. Dafür soll nach Angaben des deutschen Ministeriums auch ein Fahrplan abgestimmt werden. Ziel sei, bis Ende 2021 aus dem Kükenschreddern auszusteigen.

Beide Länder wollen dafür unter anderem Erkenntnisse zu verfügbaren Technologien austauschen. Geplant ist zudem ein deutsch-französisches Treffen voraussichtlich Anfang nächsten Jahres mit Geflügelverbänden, Tier- und Verbraucherschützern, Wissenschaft und Handel.

In Deutschland ist das Kükentöten in der Legehennenzucht nur noch für eine Übergangszeit zulässig, wie das Bundesverwaltungsgericht im Juni entschieden hatte. Die Praxis darf aber vorerst weitergehen, bis den Brutbetrieben praxisreife Verfahren zur Geschlechtsbestimmung schon im Ei zur Verfügung stehen. Männliche Küken schlüpfen dann gar nicht. Bisher werden jährlich rund 45 Millionen männliche Küken getötet, da sie keine Eier legen und nicht so viel Fleisch ansetzen.