Endlagersuche für Atommüll Erste Fragen in Filderstadt

Wohin mit dem Atommüll? Foto: dpa/Jens Wolf
Wohin mit dem Atommüll? Foto: dpa/Jens Wolf

Teile von Filderstadt kämen als Endlager für Atommüll in Frage. Das ist seit einer Woche bekannt. Das gilt zwar für halb Baden-Württemberg, aber auf den Fildern will man es jetzt genauer wissen.

Filderzeitung: Judith A. Sägesser (ana)
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Filderstadt - Es ist ganz sicher keine Neuigkeit, die Filderstadt unmittelbar betrifft. Und doch hat die Untersuchung, welche Gebiete sich theoretisch als Atommülllager eignen würden, auf den Fildern gleich Fragen ausgelöst. Bekannt wurde das Ergebnis, das quasi halb Baden-Württemberg in Frage käme, Anfang vergangener Woche. Prompt schickte Walter Bauer, der SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Filderstadt, eine E-Mail an den OB Christoph Traub.

wie sich ein solches Lager mit der Flughafennähe vertrage

„Region Stuttgart und Filderstadt sind dabei. Bonlanden und Plattenhardt sind ausgenommen. Bernhausen, Sielmingen und Harthausen sind inbegriffen. Das hat mit dem Untergrundgestein zu tun“, schreibt Bauer an Traub. „Wir bitten Sie, den Gemeinderat und die Öffentlichkeit im weiteren Verfahren in geeigneter und transparenter Form zu informieren – auch darüber, wie die Verwaltung mit diesem Vorgang umgehen wird.“

Christoph Traub hat davon ebenfalls aus den Medien erfahren. Die Untersuchung und ihre Ergebnisse seien „mit Spannung erwartet worden“. Es handele sich ja zunächst um eine rein geologische Untersuchung, und bisher sei noch nicht untersucht worden, wie sich ein solches Lager mit der Flughafennähe vertrage, gibt Traub zu bedenken. Alles also noch auf Anfang. Wobei er bei seiner Eigenrecherche herausgefunden habe, dass die ersten Termine bereits stehen.

So sollen Mitte Oktober die Beteiligungsprozesse starten, berichtet Traub. Für den 17. und 18. Oktober ist Stand jetzt eine Auftaktkonferenz vorgesehen. Ab Februar 2021 solle es in die inhaltliche Beratung gehen. Beim Durchlesen des weiteres Vorgehens gab es einen Satz, „der mich hat aufhorchen lassen“, sagt Traub. Nämlich, dass jeder Bürger eingeladen sei, sich zu beteiligen. Hier werde er prüfen, inwiefern seitens der Stadt Aktivitäten gefordert und notwendig seien.




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