Endspurt für Online-Petition Tausende fordern „Äffle und Pferdle“ auf Stuttgarts Ampeln

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Nur noch vier Tage läuft die Online-Petition: Mehr als 11.000 Fans von „Äffle und Pferdle“ fordern bereits die Zeichentrickfiguren auf Stuttgarts Ampeln. Doch die Stadt bleibt hart.

Wie auf dieser Bildmontage hätte die Äffle & Pferdle-Ampel aussehen können – die Stadt sieht dafür aber keine Chance. Foto: Fotolia/© LANG-FILM, Stuttgart
Wie auf dieser Bildmontage hätte die Äffle & Pferdle-Ampel aussehen können – die Stadt sieht dafür aber keine Chance. Foto: Fotolia/© LANG-FILM, Stuttgart

Stuttgart - Eine der wohl originellsten Online-Petitionen Stuttgarts geht in den Endspurt: Noch vier Tage können Fans der Zeichentrickfiguren „Äffle und Pferdle“ ihren Wunsch zum Ausdruck bringen: Sie wollen die schwäbischen Maskottchen als Ampelfiguren in Stuttgart einführen. Bis Donnerstagmittag haben die Initiatoren der Petition bereits mehr als 11.000 Unterstützer gewonnen, mehr als die Hälfte davon kommt aus Stuttgart.

„Liebe Unterstützer! Unsere Online-Petition endet bald. Lasst uns bitte zum Endspurt alle Hebel in Bewegung setzen - bitte rührt nochmals in eurem Familien- und Bekanntenkreis die Werbetrommel“, riefen die Initiatoren der Petition kurz vor Schluss auf. „Je mehr Unterstützer wir bekommen, umso besser.“

Die Petition soll an Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) übergeben werden. „Die Ampel könnte eine neue Touristen-Attraktion in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg werden“, begründen die Anhänger. „Äffle und Pferdle“ seien schließlich Sympathieträger fürs „Ländle“ und könnten Fußgänger sicher über die Straße bringen!

Darum scheitert die Idee

Doch die Stadt Stuttgart sieht keinen Spielraum für einen solchen Vorstoß. „Es ist eine charmante Idee“, sagte Stadtsprecher Martin Thonberens der Online-Redaktion unserer Zeitung am Donnerstag. „Aber wir werden nicht von unserem Nein abweichen.“ Die Idee lasse sich nicht mit der Straßenverkehrsordnung vereinbaren. Demnach muss eine Fußgängerampel Sinnbilder verwenden, die einen schreitenden oder stehenden Fußgänger zeigen. „Wir müssen uns an geltende Gesetze halten“, sagte Thonberens.

Diese Sicherheitsbedenken und mögliche Haftungsfragen aus dem Stuttgarter Rathaus können die Initiatoren der Petition hingegen nicht teilen. Die Figuren seien vermenschlicht und es sei deutlich zu erkennen, dass sie gehen oder stehen. „Sie erfüllten also das Sinnbild eines Fußgängers“, heißt es in der Petition. Außerdem wisse jeder was „Grün“ oder „Rot“ bedeute.

Vorbild für die „Äffle und Pferdle“-Ampel ist eine Mainzelmännchen-Ampel, die seit November in Mainz in Betrieb ist.

S’Äffle und s’Pferdle haben naturgemäß keinen Anfängerkurs für Schwäbisch nötig, falls bei Ihnen Bedarf herrscht, bitteschön:

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