Haus & Grund Württemberg beklagt die Rechtsunsicherheit bei der energetischen Sanierung.

Stuttgart - Die zahlreichen Gesetzesinitiativen auf Landes-, Bundes- und Europaebene zum Thema Energieeinsparung verunsichern zunehmend die Hausbesitzer in Baden-Württemberg. "Der Beratungsbedarf ist enorm", so der Vorsitzende der württembergischen Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund, der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich, beim Redaktionsbesuch.

E-Wärmegesetz Baden-Württemberg, EEWärmegesetz des Bundes, Energiekonzept der Bundesregierung, EU-Energieeffizienzrichtlinie, Gebäudeenergieausweis ... "Die Leute wissen mittlerweile nicht mehr, was gilt und Gesetz ist oder was nur eine Ankündigung sein soll. Uns irritiert vor allem, dass alle Ebenen, von der Kommune über das Land, den Bund bis hin zum Europaparlament, mitmischen wollen," stellt Verbandsgeschäftsführer Ottmar H. Wernicke fest.

Michael Hennrich stört sich dabei gegenwärtig besonders an der zunehmenden Tendenz der Politik, das Thema massiv gesetzlich regeln zu wollen. Aber er betont auch: "Wir stehen dem Thema durchaus aufgeschlossen gegenüber." Der Bundestagsabgeordnete weiß, dass in Zukunft neben der Lage und dem Zustand der Immobilie auch die Höhe der Nebenkosten immer wichtiger im Wettbewerb um den Mieter sein wird. Haus & Grund würde hier aber lieber auf Motivation - in Form von Steuererleichterungen oder Zuschüssen - als auf gesetzliche Regelungen setzen. Denn viele Hausbesitzer in Württemberg - so die Erfahrung von Haus & Grund - würden schon wegen dem Werterhalt ihrer Immobilie eine energetische Sanierung in Betracht ziehen.