Energiewende Pläne für „Windpark Wangen“ gedeihen

Von Klaus Nonnenmacher 

Das geplante Windkraftvorranggebiet GP-03 beim ehemaligen Bundeswehrdepot im Wald zwischen Wangen (Kreis Göppingen) und Schorndorf-Unterberken (Rems-Murr-Kreis) ist eines der wenigen, dass im Regionalplan relativ unumstritten ist. Zwar ist den Unterberkenern die Umzingelung von Windkraftanlagen ein Dorn im Auge. Ihr Ärger richtet sich aber mehr auf weitere geplante Standorte westlich in Richtung Schlichten. Das geplante Gebiet auf der Kreisgrenze im Osten gilt als weniger kritisch. In Wangen wurde die Ausweisung des Gebiets begrüßt. Die Planungen sind für diesen Standort im Staatsforst bereits weit fortgeschritten.

25 Millionen Euro sollen investiert werden

Den Zuschlag hatte eine Investorengruppe mit den Stadtwerken von Schorndorf, Fellbach und Tübingen sowie der Göppinger Energieversorgung Filstal (EVF) bekommen. Sie haben im „Windpark Wangen“, wie das Projekt bei der EVF tituliert wird, bereits mit Erlaubnis der Forstverwaltung ein Windmessgerät aufgestellt. Auch Artenschutzrechtliche Untersuchungen laufen bereits. Allerdings ist die Wirtschaftlichkeit noch lange nicht abschließend geprüft und auch das weitere Genehmigungsverfahren, an dem zwei Landratsämter beteiligt sind, kann noch so manche Hürde bieten.

Geplant sind insgesamt sechs Windkraftanlagen, drei davon nach ersten Skizzen auch abseits der Fläche, die das ehemalige Bundeswehrdepot einnimmt, also auch jenseits der Landstraße, die den Schurwald zwischen Wangen und Unterberken durchschneidet. Die Gesamtleistung der Anlagen soll 14,4 Megawatt betragen. Rund 25 Millionen Euro sollen investiert werden.

Übernächste Woche wollen die Investoren einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Windpark feiern. Am 15. April wird der Minister für ländlichen Raum, Alexander Bonde, dessen Ressort auch der Staatsforst unterstellt ist, dann feierlich den Pachtvertrag für das Waldstück an die Investorengruppe übergeben.




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