Engelbergtunnel Die Oströhre wird gesperrt

Von arno 

Das Regierungspräsidium Stuttgart lässt in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwei Ventilatoren austauschen.

Die Strahlventilatoren an der Decke werden bei der Tunnellüftung eingesetzt, wenn die  Kohlendioxidkonzentration hoch, oder  die Sicht getrübt ist. Foto: //SDMG
Die Strahlventilatoren an der Decke werden bei der Tunnellüftung eingesetzt, wenn die Kohlendioxidkonzentration hoch, oder die Sicht getrübt ist. Foto: //SDMG

Leonberg/Gerlingen - Die Oströhre des Engelbergbasistunnels in Fahrtrichtung Heilbronn wird in der Nacht von Samstag, 7. März, auf Sonntag, 8. März, dichtgemacht. Die Sperrung beginnt um 22 Uhr und dauert bis 7 Uhr. In der Zeit werden zwei Strahlventilatoren in der Röhre ausgetauscht und es finden weitere betriebstechnische Arbeiten statt.

Beim Durchfahren durch den Tunnel nimmt der Autofahrer sie kaum bewusst wahr – an den Decken der beiden Betonröhren hängen jeweils neun große Ventilatoren. Diese Strahlventilatoren werden im Normalbetrieb bei Bedarf, zum Beispiel bei zu hoher Kohlendioxidkonzentration und Sichttrübung, zur Unterstützung der Tunnellüftung eingesetzt. Im Brandfall unterstützen die Ventilatoren die Rauchabsaugung, die über seitliche Öffnungen in den Tunnelwänden und mit Hilfe eines unterirdischen Schachtes unter der Fahrbahn vonstatten geht.

Umleitung über B 295

Das Regierungspräsidium Stuttgart lässt nun in der Nacht von Samstag auf Sonntag zwei diese Strahlventilatoren in der Oströhre des Tunnels austauschen. Um die Verkehrsbeeinträchtigungen zu minimieren, seien die Arbeiten in eine verkehrsarme Zeit gelegt worden, heißt es in der Mitteilung der Behörde. Die Sperrung werde zudem parallel für weitere erforderliche betriebstechnische Arbeiten genutzt.

Für diese Arbeiten muss die A 81 in Fahrtrichtung Heilbronn nun voll gesperrt werden – zur Sicherheit der Autofahrer und der Arbeiter. Der Verkehr wird in dieser Nacht an der Anschlussstelle Leonberg-Ost auf der offiziellen Umleitungsstrecke U 1 durch Leonberg, über die B 295 nach Ditzingen zur Anschlussstelle Stuttgart-Feuerbach umgeleitet.

Die große Baustelle folgt noch

Warum dieses Mal nur die Oströhre, denn in der Regel werden beide Röhren für Arbeiten gesperrt? „Bei den Wartungsarbeiten wurde festgestellt, dass lediglich diese beiden Strahlventilatoren ausgetauscht werden müssen“, erläutert eine Sprecherin des Stuttgarter Regierungspräsidiums. „Wir bitten alle um Verständnis für diese Beeinträchtigungen“, sagt sie.

Diese Arbeiten stehen nicht in Zusammenhang mit der groß angelegten Sanierung des Engelbergtunnels, die gegenwärtig unsichtbar unter der Fahrbahn stattfindet und von Mai an auch oberhalb in den Röhren über die Bühne gehen wird. Veranschlagt ist eine Bauzeit von etwas weniger als fünf Jahren, im Mai 2024 soll alles fertig sein.

Sechs Spuren sollen bleiben

Ohne Eingriff in den Verkehr geht das nicht. Deshalb wird eine Spur in Richtung München in die andere Röhre verlegt. ­Damit Autofahrer nicht abgelenkt sind und die Bauarbeiter besser geschützt, arbeiten diese hinter einer Abdeckung. Den 110 000 Autos, die den Tunnel täglich passieren, stehen weiter sechs Spuren – drei in jede Richtung – zur Verfügung, doch sind sie auf einer Seite schmaler. Das Tempo wird auf 60 Kilometer pro Stunde limitiert. Nachts werden auch einzelne Fahrstreifen dichtgemacht. Umgeleitet wird der Verkehr aber nicht.

Auskunft
: Allgemeine Infos über Straßenbaustellen im Land können dem Baustelleninformationssystem (BIS) unter www.baustellen-bw.de entnommen werden. Unter www.svz-bw.de liefern Webcams Informationen zur aktuellen Verkehrslage auf Autobahnen und Bundesstraßen.