Engpässe in Hemmingen Gegenwind für Mensapläne

In der Mensa essen Hortkinder zu Mittag. Foto: dpa/Jens Kalaene

Die Gemeinde Hemmingen erweitert ihren Hort. Das führt dazu, dass künftig mehr Kinder ein Mittagessen brauchen. Bloß wo sollen sie es verspeisen?

Leonberg: Stefanie Köhler (koe)

Platz für 100 Kinder hat der Hort an der Grundschule, 150 Plätze sind es nach der Erweiterung. Mehr Kinder in der Betreuung bedeutet: mehr hungrige Kinder um die Mittagszeit, die versorgt werden müssen. Schon jetzt essen die Mädchen und Jungen in Schichten, und künftig reicht das Raumangebot der Mensa nicht mehr aus.

 

Die Verwaltung will den Mensabetrieb daher in den Nebenraum der benachbarten Gemeinschaftshalle mit Küche verlegen. Dadurch hätten die Kinder auch einen kürzeren und direkteren Weg vom Hort zur Mensa. Konkret schwebt dem Bürgermeister Thomas Schäfer (CDU) und seinen Mitarbeitern vor, die Teeküche zu vergrößern. Die neue Küche ist Ausgabe- und Spülküche, letztere könnten auch beispielsweise Vereine nutzen. Der Essraum für 60 Kinder ist dann im Dreischichtenbetrieb belegt. Der Rathauschef sagte, man habe versucht, die Pläne so zu gestalten, dass der Umbau möglichst wenige Eingriffe erfordert. Die Kosten kalkuliert die Verwaltung auf rund 420 000 Euro, die Gemeinde setzt auf eine Förderung.

Gegenwind vom Gemeinderat

Und bekam vom Gemeinderat Gegenwind, der darum bat, neu zu denken. Ob es im Bestand, wo die Kinder beim Essen „luftig“ säßen, denn keine Lösung gebe, wollte Ute Freitag (CDU) wissen. Mit den Plänen der Verwaltung werde der „schöne, große Raum“ eingeschränkt – „Doppelnutzung sorgt immer für Konflikte.“ Barbara von Rotberg (FDP) schloss sich dem an, und auch Elke Kogler – die zudem wegen der Hygienevorschriften Bedenken hat – und Ralf Horwath (SPD) sprachen sich für alternative Vorschläge aus. Die wird die Verwaltung nun liefern.

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