Apples Entwicklerkonferenz WWDC ist für die Apfel-Jünger der Höhepunkt des Jahres. Zum Auftakt wurde vor allem Sprachassistentin Siri herausgeputzt.
San Francisco - Apples Entwicklerkonferenz WWDC ist für die Apfel-Jünger der Höhepunkt des Jahres. Am Montagabend (MEZ) hat Apple-Chef Tim Cook in San Francisco den diesjährigen 5-Tages-Marathon eröffnet, bei dem es traditionell um Software und Dienstleistungen des Konzerns geht. So bietet die Software für Apples Computeruhr viele kleine Extras, die man als nützlich oder überflüssig erachten kann, wie vieles auf dem Markt. So können Nutzer ihre Herzfrequenz an Konkurrenten schicken und eine Audionachricht dazu verfassen. Oder von Familienmitgliedern erfahren, wie viel sie sich bewegt haben – wenn sie die entsprechende Funktion freigeschaltet haben. Auch eine Erinnerung, doch zu atmen, ist möglich – falls das ein Verbraucher vergessen haben sollte …
Apples Fernseher bietet mehr Apps, außerdem soll die Anmeldung einfacher werden – was sich durchaus lohnen könnte, schließlich ist das Angebot inzwischen auf rund 6000 Apps angewachsen. Diese sollen durch die Spracherkennungssoftware Siri künftig leichter bedienbar sein. Siri wird auch auf den iMac einziehen. Eine weitaus größere Rolle dürfte aber spielen, dass Siri auch für Drittanbieter geöffnet wird. Das dürfte die Akzeptanz deutlich steigern – die Sprachassistenten von Konkurrenten wie Google waren in den vergangenen Monaten immer populärer geworden.
Überhaupt dürfte die Hauptfrage der kommenden Tage sein, wie innovativ sich Apple mit seinen neuen Diensten gegenüber Google und Facebook positionieren kann. Google und Facebook hatten in den vergangenen Monaten bei ihren Entwicklerkonferenzen einen Schwerpunkt auf künstliche Intelligenz gesetzt und damit die Planke für Apple höher gelegt. So demonstrierte Google die Vision, wie seine Dienste unter anderem über vernetzte Lautsprecher, mit denen man sich unterhalten kann, den Alltag durchdringen sollen.
In den kommenden Tagen wird Apple also auch beweisen müssen, ob es neue zukunftsfähige Dienste bieten kann, denn das Kerngeschäft – der Verkauf von iPhone, iPad, Mac und Apple Watch – hat an Strahlkraft verloren. Die iPhone-Verkäufe sind sogar zuletzt erstmals überhaupt seit Einführung gesunken.