Enztalquerung A 8 bei Pforzheim Weil Autos in gesperrten A 8-Tunnel fahren: Nachbesserungen bei Sicherheit

Ein Lärmschutztunnel an der A 8 bei Pforzheim bewahrt die Anwohner vor Autobahnkrach. In Sachen Sicherheit wurde jetzt nachgebessert. Foto: Autobahn GmbH

Trotz rotem Signal und einer gesperrten Einfahrt sind wohl immer wieder Autos in den gesperrten Lärmschutztunnel auf der A 8 bei Pforzheim gefahren. Jetzt gelten strengere Regeln.

Leonberg: Sophia Herzog (she)

Der Appell ist eindeutig: „Rot heißt Stopp“, schreiben die Niederlassung Südwest der Autobahn GmbH und das Polizeipräsidium Pforzheim am Mittwochnachmittag in einer Mitteilung. Den Verfassern geht es um den neuen Lärmschutztunnel auf der A 8 bei Pforzheim, der im Zuge der dortigen Großbaustelle, Enztalquerung genannt, erst zum Jahresanfang für den Verkehr freigegeben wurde.

 

Seitdem ist es laut Autobahn GmbH dort immer wieder zur Verstößen gegen die Verkehrsordnung gekommen: Die Gesellschaft spricht von Vorfällen, bei denen Fahrzeuge trotz Verbots- und Hinweisschildern sowie roter Ampeln einfach in die – etwa wegen Unfällen – gesperrte Lärmschutzeinhausung gefahren sind, und „dadurch Menschenleben sowie Einsatzkräfte gefährdeten“.

Außerdem sei es wiederholt zu Abstands- und Geschwindigkeitsverstößen gekommen, die zu Auffahrunfällen in der Einhausung geführt hätten. Am Bauwerk selbst liege das nicht, meint die Autobahn GmbH, das sei sicher. „Gefährlich wird es, wenn Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer Tunnelsperrungen bei Unfällen oder Pannen ignorieren.“

Erweiterte 60er-Zone, mehr Schilder und helleres Licht

Gemeinsam mit dem Polizeipräsidium zieht die Autobahn GmbH daraus nun Konsequenzen auf dem Streckenabschnitt der A 8 bei Pforzheim. Sie gelten zunächst bis Ende März. Seit dieser Woche wird die Geschwindigkeitsbegrenzung demnach auf 60 Stundenkilometer in beiden Fahrtrichtungen weiter vor der Einhausung angeordnet. Außerdem werden zusätzliche Warnschilder aufgestellt. Mit beiden Maßnahmen will die Autobahngesellschaft die Aufmerksamkeit erhöhen und die Reaktionszeit der Autofahrer verbessern.

Für bessere Sicht, auch tagsüber, wird die Beleuchtung in der Einhausung heller gestellt. Um Sperrungen des Tunnels deutlicher zu kennzeichnen, werden zudem weitere Signalgeber über dem Behelfsfahrstreifen der Lkw in Fahrtrichtung Stuttgart installiert.

„Angepasste Geschwindigkeit, Abstand und volle Aufmerksamkeit“

Bei Tunnelsperrungen soll in Zukunft außerdem der nicht betroffene Fahrstreifen früher manuell freigegeben werden, um die Verkehrslage auf der A 8, den Umleitungsstrecken und in den Nachbarorten zu entlasten. Während die Polizei also die gesperrte Seite absichert, soll die Signalanlage auf den nicht betroffenen Streifen auf Grün schalten.

Es bleibt aber dabei: Zeigt die Ampel Rot, ist das Einfahren in den Tunnel verboten. Und grundsätzlich gilt, sich an die allgemein gültigen Verkehrsregeln zu halten. „Angepasste Geschwindigkeit, ausreichender Abstand und volle Aufmerksamkeit“ retteten Leben und ermöglichten Einsatzkräften sicheres Arbeiten.

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