Die Solistin Mackenzie Brown und der Choreograf Roman Novitzky vom Stuttgarter Ballett sind beim renommierten Erik-Bruhn-Preis in Toronto ausgezeichnet worden.

Kultur: Ulla Hanselmann (uh)
 
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Großer Erfolg für das Stuttgarter Ballett beim Erik-Bruhn-Preis: Bei dem internationalen Ballettwettbewerb ist die Solistin Mackenzie Brown am Samstag in Toronto als Siegerin hervorgegangen. Die US-Amerikanerin wurde zum „Best female dancer“ gekürt – für den „Grand pas classique“ und das Stück „A Dialog“. Beide Werke präsentierte sie mit dem Ersten Solisten Adhonay Soares da Silva, der aufgrund der Altersvorgaben selbst nicht am Wettbewerb teilnahm.

„Beste zeitgenössische Choreografie“ kommt aus Stuttgart

Ebenfalls ausgezeichnet wurde Roman Novitzky: Der Artist in Residence beim Stuttgarter Ballett gewann mit seinem neuen Stück „ A Dialog“ den Preis in der Kategorie „Beste zeitgenössische Choreografie“. Für den zeitgenössischen Teil gibt jede der teilnehmenden Ballettkompanien ein neues Solo oder ein neues Pas de deux in Auftrag.

Für das „Grand pas classique“ wurde Mackenzie Brown vom Ersten Solisten Friedemann Vogel gecoacht, der den Erik-Bruhn-Preis im Jahr 2002 gewonnen hatte. Brown konnte sich gegen die starke Konkurrenz vom National Ballet of Canada, das den Wettbewerb ausrichtete, dem Royal Ballet und dem American Ballet Theatre durchsetzen. Der Preis für den besten männlichen Tänzer ging an Daichi Ikarashi, Tänzer beim Royal Ballet.

Wettbewerb seit 1988

Der internationale Ballettwettbewerb wurde 1988 vom dänischen Tänzer und Choreografen Erik Bruhn gegründet und wendet sich an junge Tänzerinnen und Tänzer, die zwischen 18 und 23 Jahre alt sein müssen. Jedes Paar präsentiert ein klassisches Pas de deux/eine Variation und ein zeitgenössisches Pas de deux oder Solo. Außerdem wird im Rahmen des Wettbewerbs der Preis für die „Beste zeitgenössische Choreografie“ vergeben.