Erfolgreiches Volleyballteam Volleyballer der SV 1845 Esslingen feiern Aufstieg und Pokalcoup
Die Verbandsliga-Volleyballer der SV 1845 Esslingen starten durch – und sehen ihren Weg mit dem Sprung in die Oberliga noch lange nicht am Ende.
Die Verbandsliga-Volleyballer der SV 1845 Esslingen starten durch – und sehen ihren Weg mit dem Sprung in die Oberliga noch lange nicht am Ende.
Es war einer der wenigen Fälle, in dem sich die Volleyballer der SV 1845 Esslingen nicht sicher waren, ob sie das Spielfeld als Sieger verlassen würden. Aber natürlich glaubten sie an sich. Selbstvertrauen jedenfalls war ausreichend vorhanden. Und tatsächlich gelang ihnen der nächste Coup: Der Esslinger Noch-Verbandsligist warf im Halbfinale des VLW-Pokals den ASV Botnang und damit nach der TSG Tübingen zum zweiten Mal in Folge einen Drittligisten aus dem Wettbewerb. Nun freuen sich die SV-Volleyballer auf das Finale am 4. Mai. Den Aufstieg in die Oberliga haben sie bereits sicher.
Gegen die Botnanger, immerhin Tabellenzweiter der 3. Liga, mussten sich die Esslinger dann doch ein bisschen mehr strecken als sonst in dieser Spielzeit. 3:2 (30:28, 20:25, 22:25, 25:14, 15:7) hieß es am Ende. „Die Botnanger machen das schon gut. Sie haben stark aufgeschlagen. Aber im dritten Satz sind sie eingebrochen und bei uns lief dann alles zusammen“, erzählt Tim Riegert, der Teil des Spielertrainer-Trios ist. Nach jeweils zwei Satzgewinnen beider Mannschaften führten die Esslinger im Tie-Break schnell mit 6:1 und durften schließlich mit ihren 300 Fans im Sportpark Weil feiern. „Die Stimmung war grandios. Es herrscht eine Begeisterung für den Volleyball in Esslingen“, freut sich Riegert.
Dass ein Team zum wiederholten Mal einen drei Ligen höher beheimateten Gegner schlägt, ist außergewöhnlich. Schaut man genauer hin, wundert es nicht mehr ganz so sehr. Die Esslinger haben sich mit einigen Spielern verstärkt, die schon deutlich höherklassiger gepritscht und gebaggert haben. Teilweise war es eine Rückkehraktion. Wie bei Riegert, der zuletzt in der 3. Liga gespielt hat – in Botnang. „Wir haben eigentlich in der Liga nichts zu suchen“, erklärt er, warum die Mannschaft bereits vier Spieltage vor dem Saisonende als Verbandsligameister feststand. Nur einen einzigen Satz haben die Esslinger in den bisherigen 14 Ligaspielen abgegeben, zuletzt am vergangenen Sonntag beim 3:1 gegen den SV Fellbach II. Riegert, der das Team gemeinsam mit Niklas Henseling und Felix Klaue führt, ärgerte sich darüber. Aber wahrscheinlich waren die Spieler mit dem Kopf schon ein bisschen beim Pokal-Highlight einen Tag später.
In der im Herbst beginnenden Oberliga-Saison gibt es für die SV-Volleyballer wieder nur ein Ziel: den Aufstieg. „Es soll eine Zwischenstation sein. So forsch sind wir“, sagt Riegert. Und wahrscheinlich auch so gut. Das ohnehin schon bärenstarke Team bleibt zusammen, die Talente haben sich weiterentwickelt und „wir können uns vor Anfragen nicht retten, viele finden unser Projekt gut“, erklärt der Spielertrainer. Vielleicht spielen dann sogar beide Esslinger Teams in der Oberliga, denn die Frauen des Vereins haben sich zumindest für die Aufstiegsrelegation, die am 6. April ausgespielt wird, qualifiziert – ebenfalls vorzeitig.
Für die Männer stehen aber erst einmal noch zwei Spiele in der Verbandsliga an – das nächste am 22. März (14 Uhr) in eigener Halle gegen die TG Reichenbach – und dann natürlich das große Pokalfinale. Der Gegner wird noch zwischen dem Oberliga-Tabellenführer SSV Geißelhart und dem Regionalligisten TG Bad Waldsee ermittelt. Setzen sich die Geißelharter durch, haben sie am 4. Mai den Heimvorteil auf ihrer Seite. Aber sie werden trotzdem, so verrückt das klingt, gegen den Pokalschreck Esslingen in der Außenseiterrolle sein. Jedenfalls werden die SV-Volleyballer nur so vor Spielfreude und Selbstvertrauen strotzen.