Erhöhung der Gema-Tarife Clubs bangen um ihre Existenz

Mit den neuen Gema-Gebühren wird es für viele Clubs brenzlig. Foto: ddp
Mit den neuen Gema-Gebühren wird es für viele Clubs brenzlig. Foto: ddp

Ab Januar 2013 sollen neue Gema-Tarife gelten - und die sind so hoch, dass sie die Existenz vieler Clubs und Diskotheken gefährden.

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Berlin - Clubs und Diskotheken fürchten dem Deutsche Hotel- und Gaststättenverband zufolge wegen neuer Gema-Tarife um ihre Existenz. „Viele Musikveranstaltungen in Gastronomie und Hotellerie werden nach der geplanten Gebührenerhöhung nicht mehr finanzierbar sein“, erklärte Dehoga-Präsident Ernst Fischer am Montag in Berlin. Die Gema missbrauche ihre Monopolstellung und wolle ab Januar 2013 zwischen 400 und 600 Prozent mehr Gebühren kassieren.

Für eine mittelgroße Diskothek steigen die Gebühren nach Angaben der Dehoga von jährlich 28 000 auf 174.000 Euro. Musikkneipen würden sogar mit Steigerungen von mehr als 2000 Prozent belastet. „Das sind existenzgefährdende Erhöhungen. Betriebe werden schließen müssen“, sagte Fischer voraus. Die Tarifsteigerungen gefährdeten auch Schützenfeste und Karnevalssitzungen.

Die Gema hatte Anfang April erklärt, der bisherige Dschungel mit elf Tarifen werde gelichtet. Von 2013 an gebe es nur noch zwei Tarife, die „klar, fair und nachvollziehbar und damit überschaubar für den Nutzer“ seien. Ausschlaggebend für die Berechnung der Gema-Gebühren sind demnach zwei Größen: Veranstaltungsgröße - berechnet über die Nutzungsfläche - und die Höhe des erhobenen Eintrittsgeldes. Die daraus resultierenden höheren Tarife für Clubs und Diskotheken waren zuvor bereits von der Piratenpartei scharf kritisiert worden.

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (Gema) vertritt als staatlich anerkannte Treuhänderin die Rechte von Komponisten, Textern und Musik-Verlegern. Sie nimmt Geld für den Verkauf von CDs oder Musikdownloads, für das Abspielen aber auch von Radiosendern oder Kneipenbesitzern.

 

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