Erlebnispark in Böhmenkirch Hier haben Wind und Wetter das Sagen

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Auf der Alb bei Stötten entsteht ein in der Region Stuttgart einzigartiger Erlebnispark - und der soll nicht nur Touristen anlocken.

 Foto: Symbolbild: dpa
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Böhmenkirch - Wenn der Regionalverband Stuttgart im Dezember grünes Licht gibt, kann die Kuchalb zwischen Schnittlingen und Stötten (Kreis Göppingen) im kommenden Jahr mit einem Wind- und Wetterpark aufwarten. Das Projekt soll eines der Aushängeschilder für den Masterplan Albtrauf werden, der auf den Schreibtischen der Planer allmählich Gestalt annimmt.

Als Standort ist das Gelände am Fuße der Wetterstation Stötten-Schnittlingen auserkoren worden, wo Ministerpräsident Winfried Kretschmann unlängst ein Windrad auf einer Besichtigungstour erstieg. Hier oben auf 734 Metern Höhe kann der Wind richtig frisch werden. Für die gute Windausbeute ist das Gebiet zwischen Böhmenkirch und Geislingen bekannt. Schon von Weitem weisen die großen Windkraftanlagen den Weg, die hier von unterschiedlichen Investoren aufgebaut worden sind. Da liegt es nahe, das breite Themenfeld Wind und Wetter ausführlich zu beackern.

Eine Idee, die auch bei den Kommunen Böhmenkirch und Geislingen freudig aufgegriffen worden ist, denn ihre Teilorte Schnittlingen beziehungsweise Stötten liegen im Einzugsbereich des geplanten Parks. Beide Gemeinderäte haben jetzt je 15.000 Euro für das Projekt bewilligt.

Finanzierungsbedarf von 57.000 Euro

Da auch der Regionalverband Stuttgart Interesse an der touristischen und wissenschaftlichen Entwicklung des Albtraufs hat, können hier Fördergelder beantragt werden. 50 Prozent der Investitionskosten könnten von dem Verband übernommen werden. Der beauftragte Planer hat einen Finanzierungsbedarf in Höhe von insgesamt rund 57.000 Euro errechnet.

Neben Touristen und Erholungssuchenden haben die Planer auch an Schüler und Studenten, etwa vom Studiengang Energie- und Ressourcenmanagement der Hochschule Geislingen gedacht, die in dem Park Erfahrungen sammeln könnten. Dazu sollen praxisnahe Angebote gemacht werden. Der Park ist nach dem Baukastenprinzip gegliedert. Im kommenden Jahr soll als erster Baustein ein Infoparcours verwirklicht werden, der vom Parkplatz der Wetterwarte ausgehen soll. An den einzelnen Stationen können die Entstehung von Blitz und Donner sowie die Wirkung von Sonne und Wolken nachempfunden werden.

Dazu kommen begehbare Teile einer Windkraftanlage und ein Rotorblatt in Originalgröße sowie ein Energiekarussell, mit dem die Energiegewinnung mit Windkraft verdeutlich werden könnte. Für diese Stationen gibt es Sponsoren. Wenn es noch mehr werden, können weitere Parkabschnitte realisiert werden. Dabei handelt es sich um ein Freiluftlabor und eine Experimentierwerkstatt in der Wetterwarte.




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