Erlebnisrundweg in Winterbach Der weiße Pfad soll bunt werden

So ähnlich könnten die begehbaren Bienenkörbe aussehen, die der Künstler David Klopp bauen möchte. Foto: privat/David Klopp
So ähnlich könnten die begehbaren Bienenkörbe aussehen, die der Künstler David Klopp bauen möchte. Foto: privat/David Klopp

Eine Waldschlange, begehbare Bienenstöcke, Aussichtspunkte und ein 500 Meter langer weißer Pfad: Der Land-Art-Künstler David Klopp entwickelt einen fünf Kilometer langen Erlebnisrundgang um Winterbach. Das ist nicht sein einziges Engagement in Sachen Remstal-Gartenschau.

Rems-Murr: Isabelle Butschek (ibu)

Winterbach - Die lebendige Kunst hat es David Klopp angetan. Als Land-Art-Künstler verbindet er Zweige miteinander, bis sie zum Beispiel eine Giraffe ergeben. Ein lebendiges Flechtwerk ist in gewisser Weise auch der fünf Kilometer lange Erlebnisweg um Winterbach, den David Klopp derzeit im Auftrag der Gemeinde für die Remstal-Gartenschau 2019 entwickelt. Denn zum einen soll er die kulturellen und landschaftlichen Sehenswürdigkeiten der Gemeinde miteinander verbinden. „Zudem möchte ich den Institutionen am Wegesrand die Möglichkeit bieten, sich einzubringen“, sagt der 38-Jährige, der auch schon Partner gefunden hat. Seit Anfang an dabei ist eine Klasse der Waldorfschule, die ein 500 Meter langes Teilstück zwischen Winterbach und Engelberg mit weißer Farbe bemalen wird. Dieser Part wird dem Weg auch seinen Namen geben: der weiße Pfad.

Begehbare Bienenstöcke gegenüber einer Imkerei

Zudem möchte Klopp Bestehendes in den Erlebnisweg einfügen. Ein Wasserhäuschen soll zum bemalten Schneckenhäuschen werden, die Unterführung des Fußwegs nach Engelberg zu einem beschreibbaren Gästebuch. Ins Boot geholt hat David Klopp einen Imker, der direkt am Rundweg mehrere Bienenvölker hat und Schaukästen aufstellen wird. „Dort möchte ich begehbare Bienenstöcke bauen“, sagt David Klopp, der bei diesem Projekt von einer Mitmachgruppe unterstützt wird.

Auch eine Winterbacher Schäferin will mitmachen und regelmäßig einen Tag der offenen Tür anbieten. „Ich würde mir wünschen, dass auch andere Vereine oder Betriebe ihre Türen öffnen und sich während der Gartenschau präsentieren“, sagt David Klopp, der sich darüber hinaus Freiluftkonzerte oder Picknickveranstaltungen vorstellen kann. „Letztendlich kann ich aber nur die richtigen Menschen zusammenbringen und Samenkörner auswerfen“, sagt Klopp.

Die Kunst als Mittel der Wegführung

Er selbst möchte den Weg zum Beispiel noch mit einer Waldschlange oder bemalten Baumscheiben bereichern. „Ich finde es spannend, dass die Kunst ein Mittel der Wegführung ist“, sagt David Klopp, der die Strecke so geplant hat, dass sich immer wieder Ausblicke auf Winterbach bieten. „Für mich ist das ein ganz neues Herangehen. Sonst gehe ich einfach in den Wald und arbeite mit dem, was ich finde. Nun muss ich viel im Voraus planen“, sagt der Winterbacher.

Großes Kunstwerk in Waiblingen geplant

Eine gutes Zeitmanagement ist auch deswegen nötig, weil der Land-Art-Künstler in Sachen Remstal-Gartenschau nicht nur für Winterbach aktiv ist. „Ich werde für Waiblingen ein großes Kunstwerk in der Talaue umsetzen“, sagt David Klopp. Daran will er im Winter arbeiten, denn während der Remstal-Gartenschau hat er Livekunstwerke in mehreren Kommunen geplant. „Ich habe das Konzept bereits auf der Gesellschafterversammlung der Gartenschau vorgestellt. Ich werde jeweils etwa fünf Tage lang vor Ort ein Kunstwerk herstellen, und die Besucher können zuschauen, wie das gebaut wird.“




Unsere Empfehlung für Sie