Erlebnisse auf dem Monrepos-See Schöne Erinnerungen an Bootsfahrten
Für viele Familien gehört und gehörte der Ausflug an den Monrepos-See zu einem gelungenen Sonntag. Auch Hochzeitspaare schätzen das Ambiente.
Für viele Familien gehört und gehörte der Ausflug an den Monrepos-See zu einem gelungenen Sonntag. Auch Hochzeitspaare schätzen das Ambiente.
Die Nachricht vom Aus des Bootsverleihs am Monrepos-See ist für viele ein Schock. Schon Generationen haben die Idylle der weitläufigen Parklandschaft und den Blick auf das Seeschlösschen vom Wasser aus genossen. In den Sozialen Medien trauern entsprechend viele Menschen aus der Region schönen Momenten nach, die sie am See mit und in den Booten erlebt haben. „Stück für Stück wird uns Tradition genommen“, ist etwa in einem Facebook-Kommentar zu lesen.
Schöne Erinnerungen an das Bootfahren auf dem See hat auch Ludwigsburgs Oberbürgermeister Matthias Knecht. „Für mich ist das sehr traurig“, sagt er. Als Kind sei er mit seiner Oma „auf dem See geschippert“, erinnert sich der Stadtchef.
Beate Mitschele vom Stadtteilausschuss Eglosheim geht es nicht anders. „Wir sind damals mit den Booten in die Kanäle gefahren und sogar auf die Inseln gegangen – ob wir das durften, weiß ich nicht, aber viele haben es gemacht“, erinnert sich die Ludwigsburgerin. „Das war Abenteuer pur und ungemein beeindruckend.“ Vor allem, da es immer auch geheißen habe, ein Totenkopf sei irgendwo dort vergraben. „Gefunden haben wir ihn aber nicht“, sagt Beate Mitschele und lacht.
Im kindlichen Übermut sei sie auch einmal aus dem Boot in den See gefallen, erzählt die Ludwigsburgerin. „Im Grunde hat jeder, der hier aufgewachsen ist, schöne Erinnerungen an das Bootfahren dort.“ Mit ihrem eigenen Sohn sei sie dann später auch oft zum Bootfahren gegangen.
Ganz frisch sind die Erinnerungen, die der persönliche Referent des Ludwigsburger Oberbürgermeisters, Hannes Eisele, ans Rudern auf dem Monrepos-See hat. Der Grund: Im Mai 2023 haben er und seine Frau Louisa im Seeschlösschen standesamtlich geheiratet. „Das ist einfach eine geile Location“, sagt der 27-Jährige. Der Standesbeamte war sein Chef.
Vor der Zeremonie wurden, wie für Hochzeiten nicht ungewöhnlich, Fotos gemacht. Ganz besondere Fotos, denn Hannes und Louisa Eisele setzten sich dafür in eines von Thomas Leitz’ Ruderboote. „Wir wollten das unbedingt“, erzählt Hannes Eisele, der aber keinen Hehl daraus macht, dass er mit einer gehörigen Portion Nervosität in das Boot gestiegen ist. „Im Urlaub saßen wir schon gemeinsam in einem Boot – allerdings in einem Motorboot. Zusammen gerudert sind wir an unserem Hochzeitstag das erste Mal und ich hatte ehrlicherweise etwas Sorge, dass wir am Ende im Wasser liegen.“
Das Paar behielt die Balance. Brautkleid und Hochzeitsanzug blieben trocken und der Fotograf konnte den besonderen Moment für die Ewigkeit festhalten. Auch deshalb, verrät der 27-Jährige, weil Louisa Eisele nach kurzer Zeit die Ruder in die Hand nahm. Er könne gut reden und sei gut in puncto Kommunikation, ansonsten jedoch völlig ungeschickt, erzählt Hannes Eisele und schmunzelt.
Aber auch Kindheitserinnerungen verbinden den Ludwigsburger mit dem Monrepos-See und der weitläufigen Parklandschaft der Domäne. „Als ich ein Kind war sind wir oft mit den blauen Tretbooten gefahren. Wenn sonntags nichts auf dem Programm stand, dann fuhren wir dorthin. Es ist ein klassisches Familien-Ausflugsziel und etwas ganz Besonderes.“