Ermittlungen in Baden-Württemberg Polizei deckt illegalen Waffenhandel auf

Vier Männer sitzen derzeit wegen Waffenhandels in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Foto: Phillip Weingand / STZN/geschichtenfotograf.de
Vier Männer sitzen derzeit wegen Waffenhandels in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Foto: Phillip Weingand / STZN/geschichtenfotograf.de

Die Kriminalpolizei hat dank gemeinsamer Ermittlungen in mehreren Landkreisen einen illegalen Waffenhandel aufgedeckt und eine geplante Entführung und Erpressung verhindern können.

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Stuttgart - Nach gemeinsamen Ermittlungen verschiedener Kriminalpolizeidirektionen in Baden-Württemberg sitzen vier Männer wegen des Verdachts des illegalen Waffenhandels in Untersuchungshaft. In einer gemeinsamen Pressemitteilung gaben Polizei und Staatsanwaltschaften am Freitag bekannt, dass durch die Festnahmen auch die Entführung und Erpressung von Personen aus dem Kreis Böblingen verhindert werden konnte.

Ein 29-jähriger Mann aus dem Kreis Tuttlingen und ein 44-Jähriger aus dem Kreis Esslingen sollen die räuberische Erpressung einer angehörigen Person eines Geschäftsmanns aus dem Kreis Böblingen geplant haben. Die beiden wurden im Mai verhaftet und sitzen seitdem in U-Haft. Bei den Tatverdächtigen fanden Beamte zehn erlaubnispflichtige Waffen, die zum Verkauf bestimmt waren. Die Waffen, die offenbar aus einer Werkstatt in Tuttlingen stammten, brachten die Kriminalpolizei dann auf eine weitere Spur.

Tuttlinger sollen Waffen umgebaut haben

Die Polizei Balingen nahm in den vergangenen Tagen ebenfalls zwei Männer fest, die Waffen vermutlich aus der Tuttlinger Werkstatt bekamen. So leitete die Staatsanwaltschaft Rottweil Ermittlungsverfahren gegen einen 32 Jahre alten Mann und einen 48-Jährigen (beide aus Tuttlingen) ein. Die Männer sollen erlaubnisfreie Schreckschusswaffen zu scharfen Schusswaffen umgebaut haben. Hierzu hatten sie in einer Garage eine mit entsprechenden Maschinen ausgestattete Werkstatt eingerichtet, wo sie regelmäßig Schreckschusswaffen umbauten und dann mit entsprechendem Zubehör verkauften. Bis die beiden sich vor Gericht verantworten müssen, befinden sie sich auf freiem Fuß.

Die Beamten stellten etliche umgebaute Schreckschusswaffen, Munition, rund 150 Schalldämpfer und weitere Waffenteile sicher. Auch die Werkstatt wurde beschlagnahmt. Die Ermittlungen laufen weiter. Es wird vermutet, dass die modifizierten Waffen auch an Kunden außerhalb Baden-Württembergs verkauft wurden.




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