Ermittlungen in Riga Vermisster Student Opfer eines Unfalls?

Noch immer wird nach dem vermissten Studenten in Riga gesucht. Foto: dpa
Noch immer wird nach dem vermissten Studenten in Riga gesucht. Foto: dpa

Nach dem Verschwinden des Stuttgarter Studenten in Riga geht die Polizei offenbar von einem Unglück aus. Laut einem TV-Bericht wird vermutet, dass der 23-Jährige auf dem Heimweg von einer Party in einen vereisten Kanal eingebrochen ist.

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Stuttgart - Mehr als drei Wochen nach dem Verschwinden des Stuttgarter Studenten in der lettischen Hauptstadt Riga geht die örtliche Polizei offenbar von einem Unglück aus. Dies berichten mehrere lettische Medien. Der 23-Jährige, der ursprünglich aus Villingen-Schwenningen stammt und in Stuttgart Architektur studiert, war am 23. Januar nach einer Party in einem Studentenwohnheim spurlos verschwunden. Es war der erste Abend nach seiner Ankunft in der lettischen Hauptstadt, in der er ein Erasmus-Semester absolvieren wollte.

Lettische Wasserpolizei sucht Kanal in Riga ab

Mehrere lettische Medien berichten, dass die Polizei von einem Unglück ausgeht. Der lettische Staatssender Latvijas Televzija strahlte einen Bericht aus, der mehrere große Suchaktionen der Polizei mit Hunden zeigt. Auch die Handydaten des Vermissten wurden überprüft. Laut der Auswertung soll sich der Student wohl verlaufen und versucht haben, mithilfe des Internets nach Hause zu finden. Überwachungsbilder am Kanalufer zeigen den Berichten zufolge zudem eine Silhouette, die über das Eis lief. Es stehe bislang aber noch nicht fest, ob es sich um den vermissten Studenten handelt. Die lettische Wasserpolizei suche in diesen Tagen mit Booten und Tauchern den Kanal ab. Aufgrund der dicken Eisschicht gestalte sich die Suche aber schwierig.

Das Auswärtige Amt äußerte sich auf StZ-Anfrage nicht zu den lettischen Medienberichten. „Die Suche nach dem vermissten Deutschen in Lettland wird fortgesetzt“, sagte ein Sprecher lediglich. „Die Botschaft in Riga steht hierzu weiterhin in engem Kontakt mit den örtlichen Behörden und den Angehörigen.“




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