Manche können es offenbar nicht erwarten: Da an der Pumptrack-Baustelle in Leonberg Zäune zerstört und die Anlage bereits benutzt wurde, veröffentlicht die Stadt einen Appell.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Im südlichen Bereich der alten Autobahntrasse entsteht in Leonberg derzeit ein Pumptrack. Für all jene, die nicht genau wissen, was das ist: Es handelt sich um eine Strecke, die mit dem Fahrrad – etwa Mountainbike oder BMX-Rad – und auch mit Scooter, auf Inlineskates oder auf dem Skateboard befahren werden kann. Das Ziel dabei ist, Geschwindigkeit mit der Verlagerung des eigenen Gewichts sowie mit Drücken und Ziehen aufzubauen – ohne großartig in die Pedale zu treten. Das können auch Kleinkinder schon mit dem Laufrad üben.

 

Das Prinzip „Pumptrack“ boomt, nicht nur in Leonberg

Jedenfalls: Ein solcher Pumptrack wird auch in Leonberg gebaut, wie in vielen anderen Städten und Gemeinden auch. Das Prinzip boomt schon seit einigen Jahren. 160 000 Euro – ursprünglich waren es einmal mehr als 400 000 – sind für die hiesige Strecke veranschlagt, was noch Ende Mai im Gemeinderat Gegenstand von Diskussionen um den städtischen Haushalt gewesen war. Am Ende gab es jedoch mehrheitlich grünes Licht.

Der Aufbau und die Pflanzarbeiten sind inzwischen abgeschlossen. Bis zur geplanten Eröffnung im Frühjahr stehen jedoch noch Restarbeiten an. Der Pumptrack ist derzeit noch von einem Bauzaun umgeben, die Anlage ist also erkennbar noch nicht vollständig fertig. „Bevor die Fläche freigegeben werden kann, müssen die neu angelegten Rasenflächen anwachsen und die frisch gepflanzten Bäume ihre Wurzeln schlagen“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung.

Man bitte also noch um etwas Geduld bei den sportbegeisterten Leonbergerinnen und Leonbergern. „Auch wenn der Pumptrack bereits seine Form zeigt und zum Entdecken einlädt, ist die Nutzung erst nach der Abnahme und der offiziellen Eröffnung im Frühjahr erlaubt“, heißt es weiter. Wann es soweit sei, werde die Verwaltung mitteilen.

Pumptrack in Gerlingen: Die Fahrerinnen und Fahrer drehen möglichst ohne Pedalkraft ihre Runden. Foto: picture alliance/dpa

Der explizite Hinweis darauf kommt nicht von ungefähr. „Aktuell wurde festgestellt, dass die Elemente zur Absicherung der Anlage mutwillig zerstört und gewaltsam geöffnet wurden“, steht in der Mitteilung. Die Strecke wurde also bereits benutzt, was eigentlich noch nicht gestattet ist. „Die Absicherung wurde inzwischen wieder ordnungsgemäß angebracht. Die Sachbeschädigung wurde zur Anzeige gebracht.“

Pumptrack in Leonberg wird etwa 100 Meter lang sein

Der Pumptrack bietet eine Streckenlänge von rund 100 Metern bei einer Asphaltfläche von etwa 650 Quadratmetern. „Dank seiner organischen Form fügt sich die Anlage harmonisch in die bestehende Umgebung ein“, schreibt die Stadt. Außerdem werden Sitzbänke aufgestellt, die zum Verweilen einladen. An einer Radservicestation sollen außerdem kleine Pannen schnell behoben werden können.

„Die Anlage richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche und soll künftig als attraktiver Treffpunkt für junge Sportbegeisterte dienen“, schließt die Verwaltung ihre Pumptrack-Mitteilung.