Fußball-Kreisliga A Stuttgart/Böblingen, Staffel 1 Schiri-Kuriosum im Nachholspiel

, aktualisiert am 23.04.2025 - 16:01 Uhr
Der PSV Stuttgart mit Mikail Sefer (links) konnte die letzte Partie des 21. Spieltags für sich entscheiden. Foto: Archiv/Günter Bergmann

Nach einer Terminpanne des Unparteiischen gewinnt der PSV Stuttgart gegen das Schlusslicht SV Sillenbuch II.

Sport: Dominik Grill (grd)

Für ein offizielles Fußballspiel braucht es gemeinhin vier Komponenten: einen Ball, zwei Mannschaften, ein Spielfeld und einen Schiedsrichter. An letzterem, beziehungsweise dessen Fehlen, drohte die Nachholpartie zwischen dem PSV Stuttgart und dem SV Sillenbuch II zu scheitern. Wegen des VfB-Heimspiels gegen den SV Werder Bremen am Sonntag war das Duell des 21. Spieltags der ersten Kreisliga-A-Staffel Stuttgart/Böblingen verschoben worden.

 

Doch auch der Nachholtermin am Dienstagabend verzögerte sich – auf kuriose Art und Weise. „Beide Mannschaften stehen auf dem Spielfeld, aber der wichtigste Mann fehlt“, sagt Avdo Smajic, Trainer des PSV Stuttgart, „das war natürlich sehr ärgerlich.“ Der vorgesehene Unparteiische weilte in Nürtingen und hatte seine Pflicht vergessen, wie ein Telefonanruf ergab. Schließlich wurde ein spontaner Ersatz organisiert und das Spiel konnte mit halbstündiger Verspätung beginnen. Am Ende ging der PSV mit 2:0 als Sieger vom Platz.


Besonders zufrieden waren beide Seiten mit dem eingesprungenen Mann nicht, vor allem Sillenbuchs Coach Necmi Keskin haderte: „Er hat vor allem für den PSV gepfiffen und uns benachteiligt.“ Am Ende sei sein Team aber einmal mehr in erster Linie an der eigenen Chancenverwertung gescheitert, während die spielerische Leistung wenig Anlass zu Kritik gegeben hätte. Mit der neuerlichen Niederlage und nach wie vor nur acht Zählern auf der Habenseite steuert das Schlusslicht scheinbar unausweichlich auf den Abstieg zu. Diese Erkenntnis scheint sich auch bei Keskin zu verfestigen. „Ich hab’ den Jungs gesagt: Wenn es am Ende nicht reicht, ist das okay, aber wir wollen uns nicht abschießen lassen“, stellt der Coach klar.

Beim PSV zeigt die Fieberkurve dagegen steil nach oben. Seit Smajic in der Winterpause die Mannschaft übernommen hat, stürmten die „Polizisten“ vom 13. auf den jetzt neunten Platz. „Da gehört es dazu, auch mal so ein Spiel zu gewinnen“, sagt der Trainer über das Duell mit dem Tabellenletzten, das er als „komisches Spiel“ bezeichnet. „Die einen wollten nicht, die anderen konnten nicht“, führt er aus und war trotz des Sieges unzufrieden mit der eigenen Leistung. Aber: „Mund abwischen und weitermachen.“

Tore: 1:0 Koc (38.), 2:0 Seyfried (77.).

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