Stuttgarter Kollektive sind bei der Langen Nacht der Museen doppelt präsent: Sie sind Teil der Stadtkind-Ausstellung – und sie veranstalten eine Afterparty. Wir verraten wo.

Volontäre: Frederik Herrmann (hef)

Habt ihr schon euer Ticket für die Lange Nacht der Museen? Auch in diesem Jahr verspricht die Kult(ur)nacht viel!

 

Wer nach den nächtlichen Ausstellungen noch weiterfeiern möchte, kann das bei der Afterparty in der Stuttgarter Innenstadt tun: Das Interkollektive Meetup (IK) gibt im Stadtkind-Büro erst Einblicke in seine Arbeit und lädt anschließend zur „Langen Nacht nach der langen Nacht“ in der Lerche22 ein.

Afterparty nach der Langen Nacht der Museen in der Lerche22

Los geht’s ab 23 Uhr, gefeiert wird bis 5 Uhr morgens. Veranstaltet wird die Party vom IK, einem Netzwerk verschiedener Stuttgarter Kollektive, darunter das Kollektiv am Waldrand, Artal Kollektiv, Panopticum, Gude Zeit Kollektiv und das Trabanten Kollektiv.

Auf zwei Floors legen DJs aus den beteiligten Kollektiven auf und versprechen schnelle und langsamere Beats zum Tanzen. Wichtig: Ein Ticket für die Lange Nacht der Museen berechtigt nicht automatisch zum Eintritt zur Afterparty. Tickets gibt es allerdings im Vorverkauf sowie an der Abendkasse zu kaufen.

Ausstellung und Talks bei der Stuttgarter Zeitung und Stadtkind

Bereits vor der Party ist das IK Teil der Langen Nacht der Museen. In der Geißstraße am Hans-im-Glück-Brunnen präsentiert Stadtkind zusammen mit den Kollektiven die Ausstellung: „Better together – Stadtkind zeigt, wie Kollektive Stuttgarts (Nacht)leben gestalten“.

Gezeigt werden unter anderem Dekorationen und Materialien vergangener Veranstaltungen. Die Ausstellung gibt Einblicke in die kreative Arbeit der Szene und verdeutlicht, wie Kollektive heute das Nachtleben und die Kulturlandschaft in Stuttgart prägen.

Talkrunde bei Stadtkind: Zwischen Selbstausbeutung und Utopie

Ab 19 Uhr finden drei Gesprächsrunden mit Akteur:innen der Szene statt. Im Fokus stehen Herausforderungen, aber auch Visionen der Club- und Kulturszene:

  • 19:00 Uhr: „Zwischen Kommerzialisierung und Selbstausbeutung“
  • 20:00 Uhr: „Hat die Gen Z das Feiern verlernt?“
  • 21:30 Uhr: „Mehr als nur eine Party – Utopien für die Nacht“

Diskutiert werden Fragen wie: Wie finanzieren sich DIY-Events? Wo beginnt Selbstausbeutung? Und welche gesellschaftliche Rolle spielen Kollektive über das reine Feiern hinaus?

Daneben präsentieren die Kollektive um 21 Uhr eine musikalische Live-Performance mit europäischen, lateinamerikanischen und afrikanischen Einflüssen.

63 Orte bei der Langen Nacht der Museen 2026

Insgesamt öffnen bei der Langen Nacht der Museen in diesem Jahr 63 Museen, Galerien, Kulturinstitutionen und außergewöhnliche Ausstellungsorte ihre Türen. Unter anderem finden Ausstellungen in der Staatsgalerie, dem Fernsehturm oder dem Stuttgarter Hafen statt.

„Better Together“, Stadtkind-Ausstellung, Geißstr. 4, Stuttgart-Stadtmitte, 21.3., 18-1 Uhr

„Die Lange Nacht nach der Langen Nacht“, Lerche22, Königstr. 22, Stuttgart-Stadtmitte