Erster Corona-Verdacht an Waiblinger Schule Rektor schickt Grundschulklasse heim

Von Annette Clauß und  

Kaum sind die großen Ferien vorbei, müssen rund 20 Grundschüler aus Waiblingen in verlängerte Ferien: In der Familie eines Mitschülers gibt es einen Corona-Fall.

Schon am zweiten Schultag mussten Kinder einer Grundschulklasse in Waiblingen wieder nach Hause geschickt werden. Foto: dpa/Sven Hoppe
Schon am zweiten Schultag mussten Kinder einer Grundschulklasse in Waiblingen wieder nach Hause geschickt werden. Foto: dpa/Sven Hoppe

Waiblingen - Gerade einmal einen Tag nach Schulbeginn hat eine Klasse der Schillerschule in der Waiblinger Ortschaft Bittenfeld schon wieder unfreiwillig schulfrei: Weil ein Familienmitglied eines Schülers der Grundschule positiv auf das Coronavirus getestet wurde, hat die Schulleitung die gesamte Klasse bis auf Weiteres nach Hause schicken müssen. Auch die Lehrerin der Klasse, bei der es sich nach den Angaben von Gabriele Simmendinger, der Leiterin des Fachbereichs Büro Oberbürgermeister, nicht um eine erste Klasse handelt, muss vorerst daheim bleiben. Betroffen sind rund 20 Kinder.

Zunächst seien nun als erste Kontaktpersonen die anderen Mitglieder der Familie inklusive des Schülers getestet worden, sagte Gabriele Simmendinger – die Mitschüler würden dann gegebenenfalls in einem zweiten Schritt getestet. Ein Testergebnis sei aber frühestens am Mittwoch zu erwarten.

Im Video: Das sind die Corona-Regeln zum Schulstart in Baden-Württemberg

An drei Schulen Verdachtsfälle

Der Fall in Waiblingen ist der bislang erste bekannte im Rems-Murr-Kreis nach dem Schulstart einen Tag zuvor. Allerdings hatte es laut Informationen aus dem Staatlichen Schulamt Backnang bereits in den Sommerferien, im Rahmen der sogenannten Lernbrücken, an drei Schulen Verdachts- oder bestätigte Infektionsfälle gegeben. An keiner der drei Einrichtungen war der Start am Montag deshalb in Frage gestellt worden – laut dem Schulamt, weil in Sachen Infektionsketten-Nachverfolgung und Testung rasch und effektiv gehandelt worden sei. Die Behörde hat, wie berichtet, zusammen mit dem Landkreis, dem Gesundheitsamt und den niedergelassenen Ärzten im Vorfeld entsprechende Handlungsempfehlungen erarbeitet und den Schulen zur Verfügung gestellt.




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