Erstes Papierkunststipendium in Waiblingen Kleine Feier mit internationalem Flair im Kameralamt

Die Stipendiatinnen gewähren Besuchern Einblicke in ihre Arbeitsweise. Foto: Stoppel

Im Rahmen des ersten Stipendiums für Zeichnung und Papierkunst der Stadt Waiblingen haben Verantwortliche zum Willkommensfest geladen. In drei Sprachen wurden die Künstlerinnen willkommen geheißen. Die Erwartungen an sie sind groß.

Rems-Murr: Simone Käser (sk)

Wird Kathrin Fechner gefragt, was das Besondere an dem erstmals vergebenen Stipendium für Zeichnung und Papierkunst der Stadt Waiblingen sei, dann fallen der Frau, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Galerie Stihl, jede Menge Dinge ein. Doch eines betont sie: die Internationalität. „Durch das Stipendium wurden jetzt ganz unterschiedliche Nationalitäten nach Waiblingen geholt. Die Künstlerin Katrin Ströbel kennt man hier. Nun wird sie mit tollen internationalen Gästen zusammengebracht“, erzählt Kathrin Fechner und fügt gleich hinzu, wie groß das Interesse der Waiblinger Bürger im Vorfeld gewesen sei. „Da kamen jede Menge Anrufe. Die Leute hatten viele Fragen, wollten alles ganz genau wissen und waren voller Vorfreude.“

 

Gut besuchte Willkommensfeier im Kameralamtskeller

Dementsprechend gut besucht – vor allem in Anbetracht des sommerlichen Wetters – war dann auch die kleine offene Willkommensfeier im Waiblinger Kameralamtskeller, zu der die Galerie Stihl gemeinsam mit Vertretern der Eva Mayr-Stihl Stiftung und der Stadt Waiblingen am Freitagnachmittag eingeladen hatte.

Mehrsprachig und daher mit dem passenden internationalen Flair wurden die Stipendiatinnen aus Frankreich, Marokko und Deutschland von Oberbürgermeister Sebastian Wolf, dem Vorstand der Eva Mayr-Stihl Stiftung, Michael von Winning, sowie der Leiterin der Galerie Stihl, Anja Gerdemann, auf Deutsch, Französisch und Englisch begrüßt. „Sie haben hoffentlich eine kreative und tolle Zeit in Waiblingen. Wir freuen uns und sind schon gespannt auf die Ergebnisse“, sagte Wolf. Von nun an werden die Hauptstipendiatin Katrin Ströbel, Professorin für Freie Grafik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, sowie die Nachwuchsstipendiatinnen Khadija El Abyad aus Marokko, Valentine Gardiennet aus Frankreich und Nele Hendrikje Sandner aus Deutschland vier Wochen lang in der Galerie und dem Kameralamt arbeiten. „Was in der Zeit entsteht, liegt in den Händen der Künstlerinnen“, sagte die Leiterin der Galerie Stihl. Katrin Ströbel hat auch eine eigene Ausstellung in der Galerie Stihl und begleitet zudem als Mentorin den Schaffensprozess der drei Nachwuchsstipendiatinnen, deren Arbeiten im Kameralamt gezeigt werden.

Mit Unterstützung der Eva Mayr-Stihl Stiftung, ermöglicht durch den Nachlass von Renate Reichert, findet das Papierkunststipendium bis 8. Oktober statt. Im Anschluss an die Werkphase stellen die Künstlerinnen vom 28. Juli bis 8. Oktober aus. Während der vier Wochen dürfen Interessierte ihnen über die Schulter schauen: Mittwochs und samstags finden „Offene Ateliers“ statt. Die Idee ist, dass sich die Künstlerinnen bei der Arbeit von der Wirkungsstätte auf Zeit inspirieren lassen. Mehr als 100 Künstler weltweit hatten sich für die erste Auflage des Stipendiums beworben. Eine fünfköpfige Jury wählte aus. Das Stipendium für das bundesweit einzigartige, generationenübergreifende Konzept soll künftig zweijährig vergeben werden.

Offene Ateliers geben Einblick in die Arbeitsweise der Künstlerinnen. Sie finden mittwochs und samstags, 14 bis 16 Uhr, statt. Mehr Infos: www.papierkunststipendium.de

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