Erwin-Schoettle-Platz in S-Süd Zwischen Bungee-Action und Nachwuchsrappern

Von Corinna Pehar 

Während es am Wochenende parallel auf dem Marienplatzfest zur Sache geht, gehört der Erwin-Schoettle-Platz am Freitag, 5. Juli, von 14 bis 18 Uhr den Kids aus dem Stuttgarter Süden.

Die Planungsgruppe freut sich auf das Erwin-Schoettle-Platz-Fest für Jugendliche. Von links: Lena Kübler und Gianpaolo Lo Re von der Mobilen Jugendarbeit, Daniel Link vom Stadtteilprojekt KUGEL und Martin Wiltschek, Leiter des Jugendhauses. Foto: Corinna Pehar
Die Planungsgruppe freut sich auf das Erwin-Schoettle-Platz-Fest für Jugendliche. Von links: Lena Kübler und Gianpaolo Lo Re von der Mobilen Jugendarbeit, Daniel Link vom Stadtteilprojekt KUGEL und Martin Wiltschek, Leiter des Jugendhauses. Foto: Corinna Pehar

S-Süd - Im Süden der Stadt wird im Sommer gern gefeiert: Sei es auf dem Lehen-, Heusteig- oder Bohnenviertelfest – oder seit einigen Jahren auf dem Marienplatz. Noch viel länger – um genau zu sein, seit 19 Jahren – wird auf dem Erwin-Schoettle-Platz in Heslach ein ganz besonderes Fest gefeiert: „Wir machen hier jedes Jahr sozusagen eine Hockeste in Miniatur – für die Jugendlichen, Kinder und ihre Eltern aus dem Stadtteil“, erklärt Gianpaolo Lo Re. Der Sozialarbeiter der Mobilen Jugendarbeit gehört wie seine Kollegin Lena Kübler und Martin Wiltschek, Leiter des Jugendhauses in Heslach, sowie Da­niel Link vom Stadtteilprojekt KUGEL des Internationalen Bunds, zur Planungsgruppe.

Keine kommerziellen Interessen

Auf der Treppe der Matthäuskirche kündigen die Pädagogen und Sozialarbeiter ein paar Tage im Vorfeld an, worum es bei dem mittlerweile 19. actionreichen Nachmittag auf dem Erwin-Schoettle-Platz geht: „Es soll ein schönes, unkommerzielles Fest sein, das nichts kostet und von denen organisiert wird, die die Kids kennen“, sagt der Jugendhausleiter Martin Wiltschek. Es sei zudem eine nette Gelegenheit, mit den Eltern in Kontakt zu kommen – aber auch untereinander. „Es ist auch für die Mitarbeiter der Einrichtungen toll, wenn wir an diesem Tag die Gelegenheit haben miteinander ins Gespräch zu kommen“, findet Lena Kübler von der Mobilen Jugendarbeit Süd.

Für die Kids bedeutet der Nachmittag in allererster Linie eines: Action! Der Schwerpunkt der Angebote der rund 15 teilnehmenden Einrichtungen liegt ganz klar auf der Jugend. So können sich die Jungs und Mädels beispielsweise beim Bungeeseil, das sie auf einer aufgeblasenen Bahn immer wieder zurückzieht, vergnügen. „Das ist neben dem Kisten-Klettern auf jeden Fall unser Highlight“, verrät Gianpaolo Lo Re, der mit seinem Trainerschein aus dem Hochseilgarten bei beiden Aktionen mithelfen wird. Bei den Bierkisten sind die Kids mit einem Kran gesichert, wenn es darum geht, dass sie beim Stapeln der Kisten mit hinaufklettern.

Lena Kübler wird mit den Jugendlichen Jutetaschen mit Stoffstiften bemalen, Daniel Link wird die Kids beim Dosenwerfen anfeuern und das Jugendhaus Heslach sorgt für ausreichend Entspannung zwischen den actionreichen Angeboten. „Wir bieten eine Chill-Ecke an, wo die Jugendlichen auch mal verweilen können“, sagt der Einrichtungsleiter, „manche schauen einfach lieber zu.“

Auch Angebote für Kinder

Wenngleich der Fokus auf der Jugend liegt, gibt es auch ein paar Angebote für Kinder: „Hier wird dann hauptsächlich gebastelt“, erklärt Daniel Link. Auf der Bühne wird Moderatorin Marlit Marten durch das Programm führen, bei dem Nachwuchsrapper, Sänger sowie Tanz- und Theatergruppen ihr Können zeigen.

Hungrig muss auch keiner bleiben: Ein Stand bietet zu jugendgerechten Preisen bei den Kids beliebte Speisen wie Pommes, Würstchen und Softdrinks an.

Was wenn es regnet? Kein Thema. Martin Wiltschek macht sich eher Sorgen, wenn es wie vor drei Jahren zu heiß wird. „Da hatten wir fast 40 Grad und manche Kinder hatten kein Wasser dabei.“ Aus diesem Grund sorgt die Planungsgruppe auch für eine Wasserreserve, denn nicht jeder habe genug Geld sich was zu Trinken zu kaufen. „Und umkippen soll mir hier keiner“, sagt der Jugendhausleiter.

Einen großen Teil der Kosten für das Fest übernimmt jedes Jahr der Bezirksbeirat Süd. „Über diese starke Unterstützung freuen wir uns auch in diesem Jahr sehr“, betont Wiltschek. Er ist übrigens auch der Sprecher der HFK, der seit 20 Jahren bestehenden Handlungs-Feld-Konferenz, die das Erwin-Schoettle-Platz-Fest organisiert. Zur HFK gehören sämtliche Jugendeinrichtungen des Stadtteils – oder die, wie die Polizei oder Schulen, was mit ihnen zu tun haben. Sie treffen sich etwa zehn Mal im Jahr und besprechen wichtige Themen und Veränderungen im Stadtteil.

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