Escape Dinner in Ludwigsburg Im Hotel Monrepos muss die Welt gerettet werden

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Bei der Premiere des Escape Dinners im Schlosshotel Monrepos hat Herr Bert eine tragende Rolle. Der Veranstalter testet eine neues Veranstaltungskonzept.

Herr Bert  hat zu tun. Foto: factum/
Herr Bert hat zu tun. Foto: factum/

Ludwigsburg - Herr Bert ist auf Sauberkeit bedacht. Sind die Schuhe auch wirklich nicht dreckig? Der Hausmeister schaut sich die Gäste genau an, die am Freitagabend ins Schlosshotel Monrepos gekommen sind. Und, bevor das Escape Dinner beginnt, folgt noch die Aufforderung im breiten Kurpfälzisch, man möge „alles leer essen, wegen dem Abfall“. Helmut Roeßle ist in die Rolle des gewissenhaften Hausmeisters geschlüpft, der an diesem Abend doch so viel mehr ist als ein Mann der Sauberkeit: er hilft beim Rätseln, unterhält das Publikum mit Jonglage und bezieht es für seine Zaubertricks ein.

Am Freitag war Premiere für das Escape Dinner, einem Mix aus Escape Room und Krimi Dinner. Konstanz und Stuttgart hatten nach Angaben des Veranstalters, der Weil der Städter Agentur Engesser, ebenfalls als Premierenort zur Diskussion gestanden. Letztlich ist es Monrepos geworden.

Worum geht es? Das Publikum ist während eines mehrgängigen Menüs dazu aufgefordert, zwar auch die Welt, vor allem aber sich selbst zu retten: Es muss das Gegenmittel erraten, das Rettung für alles Leben auf der Erde bedeuten würde.

Der besondere Abend des Herrn Bert

Herr Bert hat gut zu tun, um die Rätselnden auf die richtige Fährte zu locken. Aber mindestens ebenso ist ihm daran gelegen, die Gäste mit seinem Können zu unterhalten: er jongliert unter anderem mit seinem Besen und lehrt die Künste des Fakirs, auf Scherben zu stehen.

Bisweilen vergessen die Gäste dabei, weiter zu raten – so sehr zieht Herr Bert die Aufmerksamkeit auf sich. Auch für Helmut Roeßle ist der Abend ein besonderer: der 56-Jährige testet mit seiner Spielpartnerin, wie sich seine Kunstfigur im Escape Dinner integrieren lässt.

An Unterhaltungsmöglichkeiten mangelt es ihm nicht: Helmut Roeßle ist ausgebildeter Clown und nach eigenen Angaben seit Mitte der 90er Jahre in der Erwachsenen- und Kinderunterhaltung tätig: Er macht Clowntheater und verantwortet zudem unter anderem Schulzirkusse. Dabei studiert eine Schulklasse gemeinsam ein Zirkusprogramm ein.

Unterhält er die Erwachsenen, will er sie „auf angenehme Art in eine gute Stimmung bringen“. Roeßle will ihnen einen schönen Moment in ihrem Leben bereiten. Wenn diesen Moment Menschen zusammen verbringen, die sich zuvor noch fremd waren, freut ihn das. Damit dies gelingt, schafft er zu Beginn des Abends eine heitere Atmosphäre: Der Hausmeister hat die Lacher auf seiner Seite, als er sich das Publikum genauer anschaut und mit witzigen Bemerkungen nicht spart.

Die Menschen zusammenbringen

Hausmeister Bert, der eigentlich im Kreis Rottweil zuhause ist, bringt die Menschen zusammen – nichts anderes macht der gelernte Jugend- und Heimerzieher im Schulzirkus.

2020 will die Agentur mit dem Escape Dinner an die Öffentlichkeit gehen. Die Mischung aus besonderem Veranstaltungsort, Rätselspaß und gehobener Gastronomie sei gefragt, lautet ihre Erfahrung.