eSports beim VfB Stuttgart VfB-Gamer kämpfen um das Grand Final der virtuellen Bundesliga

Von Maximilian Barz 

Sechs Spieltage vor Schluss läuft das eSports-Team des VfB seinen Saisonzielen etwas hinterher. Mit einem starken Endspurt ist dennoch alles möglich.

Der VfB kämpft um die Teilnahme am Grand Final in der virtuellen Bundesliga. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch
Der VfB kämpft um die Teilnahme am Grand Final in der virtuellen Bundesliga. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Stuttgart - In der ersten Spielzeit der „Virtual Bundesliga Club Championship“ 2018/19 landeten die FIFA-Profis des VfB Stuttgart auf einem herausragenden zweiten Platz. Nur der SV Werder Bremen war am Ende etwas stärker. Den an die Weser abgewanderten Kapitän Erhan „Dr. Erhano“ Kayman ersetzten die Schwaben vor der neuen Saison mit Talent Burak May, der sich direkt gut ins Team integrieren konnte. Trotz allem läuft es 2019/20 noch nicht so beständig wie zuvor.

Nach 15 Spieltagen steht der VfB derzeit auf Rang acht und damit zwei Plätze hinter dem ausgegebenen Saisonziel. Platz sechs würde zur direkten Teilnahme am sogenannten Grand Final berechtigen, in dem der deutsche Einzelmeister ausgespielt wird. Durch einen deutlichen 9:0-Sieg zuletzt gegen Arminia Bielefeld ist der Rückstand auf nur noch drei Punkte geschmolzen. Selbst auf Platz vier fehlen nur vier Zähler – bei neun möglichen Punkten pro Spieltag ist also noch einiges möglich.

Lesen Sie hier unser Gespräch mit FIFA-Profi Burak May: „Als ich erfuhr, dass der VfB mich möchte, wurde ich direkt nervös“

„Marlut“ ist der Leistungsträger

Um dieses Ziel zu erreichen, ist der VfB vor allem auf Kapitän Marcel „Marlut“ Lutz angewiesen. Der bisher beständigste Stuttgarter Zocker konnte bei nur drei Niederlagen im Einzel bereits achtmal gewinnen. Auch Burak May und Lukas Seiler weisen im Einzel eine positive Bilanz auf, die große Schwachstelle ist aber das Zwei-gegen-Zwei. Im Zusammenspiel kann noch kein Duo bisher wirklich überzeugen, weshalb der VfB in dieser Disziplin immer wieder wichtige Punkte liegen lässt.

Zudem fällt auf, dass die Schwaben zwar defensiv zu den Top-3 der Liga zählen, sich offensiv aber schwer tun. Unter den besten zwölf Teams hat nur Eintracht Frankfurt weniger Tore erzielt als der VfB. Wollen die Schwaben also noch einmal einen Angriff auf die vorderen Plätze wagen, müssen diese beiden Baustellen verbessert werden.

Machbares Restprogramm

Hoffnung auf ein erneut gutes Abschneiden macht neben dem derzeitigen Aufschwung mit drei ungeschlagenen Spieltagen in Folge (zwei Siege, ein Remis) vor allem der Blick auf die kommenden Gegner. Im Saisonendspurt warten mit dem VfL Wolfsburg (Platz sieben) und Tabellenführer Borussia Mönchengladbach nur noch zwei Gegner, die in der Tabelle derzeit vor dem VfB stehen. Mit Hertha BSC und dem FC St. Pauli treffen Marlut und Co. am kommenden Doppelspieltag auf zwei Teams aus dem Tabellenkeller. Im Optimalfall können die Stuttgarter eSportler also ihren Zwischensprint fortsetzen und sich Selbstvertrauen für die entscheidende Saisonphase holen.




Unsere Empfehlung für Sie