Essay zu Identität und Gesellschaft Wer ist wirklich weiß? Wer wirklich schwarz?

Warum Nichtwissen uns mit anderen verbindet, führt  etwa der Philosoph John Rawls aus. Foto: imago images/Addictive Stock
Warum Nichtwissen uns mit anderen verbindet, führt etwa der Philosoph John Rawls aus. Foto: imago images/Addictive Stock

Ursprünglich war der Wunsch nach einer klaren Identität verbunden mit dem Kampf um mehr Gleichberechtigung. Doch längst ist daraus ein Kampf um Eindeutigkeit geworden, der die offene Gesellschaft bedroht.

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Stuttgart - Kürzlich veröffentlichte die Kulturwissenschaftlerin Mithu Sanyal ihr Romandebüt „Identitti“. Das brillante Buch handelt von den Wirren heutiger Identitätspolitik; davon, wie schwierig es ist, „Identität“ überhaupt zu definieren. Die Geschichte von Nivedita, einer deutschen Studentin mit polnisch-indischen Wurzeln, und Sariswati, einer weißen, deutschen Professorin, die sich jahrelang als „Person of Color“ ausgibt, zeigt, dass Identität zum Minenfeld geworden ist. Wer sind wir? Wer können wir werden? Wer dürfen wir sein? Dabei sollte Identität uns doch Gewissheit verschaffen!

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