Esslingen Am Abend swingt die Stadt

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Mit einem Konzert des Mare Nostrum Trios beginnt das Jazzfestival.

Michael Wollny wird eines seiner seltenen Solokonzerte geben. Foto: picture alliance / /Jens Kalaene
Michael Wollny wird eines seiner seltenen Solokonzerte geben. Foto: picture alliance / /Jens Kalaene

Esslingen - Zuerst die gute Nachricht: Der Vorverkauf für das Jazzfestival in Esslingen ist sehr gut gelaufen, ein Konzert ist sogar beinahe ausverkauft, es ist der Auftritt des Pianisten Brad Mehldau am 20. September um 20 Uhr in der Württembergischen Landesbühne.

Dann die schlechte Nachricht: Wegen Terminschwierigkeiten musste Maria Farantouri absagen, sie war die Muse von Mikis Theodorakis und hätte in der Esslinger Stadtkirche spielen sollen. Das berichtet der Jurist und Organisator Maximilian Merkle, der seit fünf Jahren das Esslinger Festival managt. Es beginnt an diesem Donnerstag mit dem Konzert des Mare Nostrum Trios: Richard Galliano (Akkordeon), Paolo Fresu (Trompete) und Jan Lundgren (Piano) vereinen Tango, Jazz und Chansonmusik zu einem neuen Sound. Das Konzert beginnt um 20 Uhr, Einlass im Münster St. Paul ist um 19 Uhr.

Hochkarätiges Festival

Wie hochkarätig das Esslinger Festival ist, zeigt sich beispielsweise am 2. Oktober um 20 Uhr in der Spardawelt Stuttgart. Dort spielt das große Ensemble des Gitarristen Wolfgang Muthspiel zusammen mit dem Trompeter Ambrose Akinmusire. Konzerte in dieser Besetzung gibt es nur noch zweimal in diesem Jahr: eines ist in der Hamburger Elbphilharmonie, ein anderes im Wiener Konzerthaus.

Für den spanischen Pianisten Daniel Garcia sind Jazz und Flamenco wie Brüder. Zusammen mit dem Bassisten Reinier Elizarde und dem Schlagzeuger Michael Oliveira ist Garcia am 22. September im Kulturzentrum in der Dieselstraße um 20 Uhr zu Gast.

Ins Schauspielhaus der Württembergischen Landesbühne begibt sich am 28. September um 20 Uhr der vielfach mit Preisen ausgezeichnete Nachwuchspianist Michael Wollny, der eines seiner seltenen Solo-Konzerte geben wird. Nach dem Konzert geht es zu den bereits legendären Jam-Sessions in den Esslinger Jazzkeller, wo die Profis zusammen mit Nachwuchskünstlern in der Art eines Workshops musizieren. Und was man so von den letzten Festivals gehört hat: Solche Sessions gehen manchmal bis 4 Uhr am Morgen.