Esslingen Die in die Röhre schauten

Die Werke der Künstlerin passen der Röhre wie angegossen Foto: Horst Rudel
Die Werke der Künstlerin passen der Röhre wie angegossen Foto: Horst Rudel

Die Esslinger Künstlerin Petra Pfirmann hat die Betonröhre, die zur Villa Merkel führt, für vier Stunden zum Kunstraum gemacht. Ihre Flash-Art hat am Sonntag die Blicke der Passanten auf sich gezogen.

Esslingen: Thomas Schorradt (adt)
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Esslingen - Die Ausstellung hat nur kurz Bestand gehabt. Dafür aber war sie für einen Sonntag sehr gut besucht gewesen: von zufällig vorbeischlendernden Passanten und auffällig vielen verbissen pedalierenden Radlern. „Der Radler neigt nicht zum Absteigen“, kommentiert Petra Pfirmann, die aus der Unterführung zur Villa Merkel einen temporären Ausstellungsraum geschaffen hat.

Die künstliche Künstlerin ist billiger

„High Noon in the Sub“ nennt die Esslinger Künstlerin ihre Flash-Art – in Anlehnung an den Begriff Flashmob, der das verabredete spontan wirkende Auf- und Abtauchen einer Menschenmenge im öffentlichen Raum bezeichnet. Die Ölbilder, die Pfirmann gerne als die Werke einer fiktiven polnischen Malerin namens Eveline O. Konopka (Pfirmann: „Polinen sind halt billiger!“) ausgibt, wirken in der schmucklosen Betonröhre, als gehörten sie schon immer hier her. Die quadratischen Formate, Säuglinge, Monster und Marien vor schwarzem Hintergrund, passen genau in die in die Wände eingelassenen Vierecke. Aus welchen Gründen auch immer die Erbauer der Unterführung sie modelliert haben – sie sind wie geschaffen für die Bilder von Pfirmann, respektive ihrer künstlichen Künstlerin Eveline O. Konopka.

Vier Stunden hat die Ausstellung Bestand gehabt. Dann hat Petra Pfirmann die rund 100 Bilder wieder in ihr Leiterwägele gepackt und ist von dannen gezogen. . .




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