Esslingen Ehrendes Gedenken an den Allrounder Karl Pfaff

Im Bürgersaal des Alten Rathauses in Esslingen wird in einem Festakt der Lebensleistung Karl Pfaffs gedacht. Foto: Pascal Thiel
Im Bürgersaal des Alten Rathauses in Esslingen wird in einem Festakt der Lebensleistung Karl Pfaffs gedacht. Foto: Pascal Thiel

Anlässlich seines 150. Todestags wird dem bekannten Sohn der Stadt an diesem Freitag ein Festakt gewidmet. Karl Pfaff war Sängervater und Demokrat, Historiker und Archivar, Pädagoge und Literat, Journalist, Publizist und Philhellene.

Esslingen: Jürgen Veit (jüv)
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Esslingen - Karl Pfaff, der am 6. Dezember 1866 in Esslingen verstarb, ist ein Allrounder gewesen. In einer Mitteilung der Verwaltung wird er als Sängervater und Demokrat, Historiker und Archivar, Pädagoge und Literat, Journalist, Publizist und Philhellene beschrieben. Kein Wunder, dass er schon zu Lebzeiten zum Ehrenbürger ernannt wurde und ihm in Esslingen an diesem Freitag eine Gedenkfeier zum 150. Todestag gewidmet ist.

Der nach Karl Pfaff benannte Chorverband lädt von 19 Uhr an in den Bürgersaal des Alten Rathauses in Esslingen ein, wo der Oberbürgermeister Jürgen Zieger das Grußwort spricht und die Göttinger Professorin für Kulturwissenschaften, Carola Lipp, den Festvortrag hält. Musikalisch umrahmt wird der Festakt von den Männerchören Konkordia Zell und Oberesslingen sowie von den Frauen des Choverbands Capriccio. Der Eintritt ist frei.

In der Stadt gibt es noch viele Orte, die an Karl Pfaff und sein Wirken erinnern: etwa ein Denkmal auf der Maille, eine nach ihm benannte Straße in der Pliensauvorstadt, die seinen Namen tragende Chorgemeinschaft, eine Biografie und seine von ihm verfasste, in Teilen noch immer gültige Stadtgeschichte. Im Jahr 1795 wurde Pfaff als Sohn eines württembergischen Archivars geboren. Er besuchte ein Gymnasium in Stuttgart, theologische Seminare in Denkendorf und Maulbronn und absolvierte ein Studium der Theologie an der Universität Tübingen, das er mit einer Dissertation über griechische Tragödien abschloss. Bereits 1818 wurde er Lehrer und 1819 Konrektor am Esslinger Pädagogium, wo er bis zu seinem Ruhestand lehrte.

Zeitlebens machte er zudem schriftstellerisch, publizistisch und wissenschaftlich auf sich aufmerksam. Die Zahl seiner Veröffentlichungen seien „ebenso unerschöpflich wie ihre Themen, Materien und Formen“, heißt es in der Mitteilung aus dem Esslinger Kulturamt. „Besonderen Ruhm“ habe sich der bekannte Sohn der Stadt außerdem als Sängervater und Motor der Sängerbewegung erworben.




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