Esslingen Gelebte Inklusion

In der Pliensauvorstadt baut die Lebenshilfe eine Wohnanlage für Menschen mit und ohne Handicap. Foto: dpa
In der Pliensauvorstadt baut die Lebenshilfe eine Wohnanlage für Menschen mit und ohne Handicap. Foto: dpa

Die Lebenshilfe beginnt mit dem Bau eines Wohnheims in der Pliensauvorstadt. Das 5,3 Millionen Euro teure Neubauprojekt soll im Spätsommer 2018 eingeweiht werden.

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Esslingen - Lange hat der Verein Lebenshilfe nach einem Grundstück für seine neue Wohnanlage für Menschen mit einer Behinderung gesucht. Immer wieder habe es, so erzählt der ehemalige Vorsitzende Walter Pross, Widerstände aus der Nachbarschaft oder vonseiten der potenziellen Bauträger gegeben.

Doch am Freitag hat die Lebenshilfe nach fast sechsjähriger Suche endlich den Spatenstich für das 5,3 Millionen Euro teure Neubauprojekt feiern können. In der Stuttgarter Straße 45 in der Pliensauvorstadt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wohnbauprojekt Grüne Höfe wird auf einem 800 Quadratmeter großen, von der Stadt Esslingen zur Verfügung gestellten Gelände in den kommenden knapp zwei Jahren ein ökologisch wertvolles fünfgeschossiges Gebäude in massiver Holzbauweise entstehen.

Eine weitere Besonderheit: in dem Haus, das im Spätsommer 2018 eingeweiht werden soll, werden nicht nur 24 Menschen mit einer Behinderung leben. Im Dachgeschoss entstehen auch fünf Ein- bis Zwei-Zimmer-Appartements für Menschen ohne Behinderung. In dem Neubau soll die Inklusion also gelebt werden, betont die Geschäftsführerin der Lebenshilfe, Elke Willi. Die Behinderten werden in Ein-, Zwei- oder Fünfzimmerwohnungen leben. Jeder Bewohner wird ein eigenes, rund 15 Quadratmeter großes Zimmer bekommen. Die gemeinsamen Aktivitäten finden unter anderem im Garten und in einem Gruppenraum im Erdgeschoss statt. Dieser soll auch von Vereinen und Einzelpersonen aus dem Stadtteil für deren Diskussionen oder Veranstaltungen zu mieten sein.

Die Lebenshilfe betreibt momentan zwei Häuser für Menschen mit einer Behinderung in Esslingen – auf der Flandernhöhe und in der Palmstraße, also lediglich wenige hundert Meter Luftlinie entfernt voneinander. Bei der Suche nach einem neuen Standort habe die Stadt darauf gedrängt, dass der Neubau in einem anderen Stadtteil entstehe, erzählt Walter Pross.




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