Esslingen Neue Weststadt gewinnt an Kontur

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Stuttgarter Architekten überzeugen mit einem Entwurf, der Wohnen, Arbeiten und Betreuung vereint. Spätestens im Mai soll auf dem Areal die Bautätigkeit beginnen.

So soll sich der Baublock D der Neuen Weststadt von der Fleischmannstraße bei den Stadtwerken aus gesehen einmal präsentieren. Foto: EMT
So soll sich der Baublock D der Neuen Weststadt von der Fleischmannstraße bei den Stadtwerken aus gesehen einmal präsentieren. Foto: EMT

Esslingen - Die Entscheidung am Freitag im Preisgericht fiel einstimmig: Die EMT Architektenpartnerschaft aus Stuttgart hat im Realisierungswettbewerb „Entwurf und Gestaltung des gemischt genutzten Baublocks D“ die Jurymitglieder überzeugt. Mit dem Konzept gewinnt die Esslinger Neue Weststadt weiter an Konturen. Der Siegerentwurf sieht ein gemischt genutztes Gebäudeensemble vor. Im Erdgeschoss soll eine Kita mit fünf Gruppen für rund 80 Kinder Platz finden. Hinzu kommen kleinteilige, gewerbliche oder gastronomische Nutzungen. Auch kombiniert genutzte Räume für Wohnen und Arbeiten sind möglich.

Es gibt Wohnungen für Singles, Paare und Familien

In den oberen Geschossen sind Wohnungen verschiedener Größe vorgesehen. Die Palette reicht von Einzimmerwohnungen bis hin zu Wohneinheiten mit vier Zimmern. Insgesamt haben die Architekten 170 Wohnungen in dem Baublock D untergebracht. Das Gebäudeensemble umschließt einen Innenhof, der als Stadtteilplatz den künftigen Bewohnern als Begegnungsort dienen soll. Der Entwurf dient nun als Grundlage für das Bebauungsplanverfahren, in dessen Rahmen der Gemeinderat letztlich die Entscheidung trifft.

Der Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger zeigte sich bei einem Pressegespräch am Montag sehr zufrieden. Der Siegerentwurf sei „ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung einer qualitativ und energetisch anspruchsvollen Bebauung der Neuen Weststadt“. Laut dem Stadtplanungsamtsleiter Daniel Fluhrer soll das neue urbane Quartier „CO2-emissionsfrei“ entwickelt werden.

Neubauten harmonieren mit alten Industriegebäuden

„Das ist ein guter Tag für die Esslinger Stadtplanung“, sagte Daniel Fluhrer weiter. Das Areal, das von der Saarbrücker Wohnbaufirma RVI vermarktet wird, soll sich in der Neuen Weststadt harmonisch in die bestehende Bebauung einfügen und mit den Fassaden der Gebäude, die zu Beginn des Industriezeitalters gebaut worden sind, in einen Dialog treten. Der jetzt skizzierte Block D liegt zur Fleischmannstraße hin. Er soll einmal das Scharnier zur Hochschule Esslingen bilden, die von ihrem jetzigen Standort in der Flandernstraße in den Esslinger Westen verlagert wird.




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